Mehr Fahrten und bessere Vertaktung
Bild: Neitemeier
Zusätzliche Fahrten und eine noch bessere Abstimmung der Ankunftszeiten der öffentlichen Busse und Bahnen im Süden des Kreises Gütersloh soll es vom kommenden Jahr an geben. Hintergrund ist die Vergabe der Buslinien an Veolia Verkehr. Einzelheiten werden in Kürze vorgestellt. Unser Bild entstand am Bahnhof in Rheda.
Bild: Neitemeier

Die nach dem Betreiberwechsel gültigen Fahrpläne, die sich der Kreis Gütersloh einiges kosten lässt, sollen zunächst am 22. September in der Sitzung des Verkehrsausschusses (15 Uhr, Kreishaus Gütersloh) vorgestellt werden. Etwas verrät Stefan Honerkamp allerdings schon jetzt: „Auf einigen Linien werden zusätzliche Fahrten angeboten“, so der stellvertretende Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Ostwestfalen-Lippe.

Ferner werde die Ankunft der Busse an den Bahnhöfen in Rheda, Schloß Holte-Stukenbrock, Gütersloh und Lippstadt noch gezielter auf das Eintreffen der Züge abgestimmt. „Wir werden unser gutes System weiter verbessern“, verspricht Honerkamp. Allerdings: Die hoch gesteckten Ziele des Nahverkehrsplans werden auch durch die Vergabe des Busverkehrs im Süden des Kreises an Veolia Verkehr nicht vollständig erreicht.

Scheffer: „Sehr gutes Ergebnis“

Gleichwohl spricht auch Fachbereichsleiter Frank Scheffer vom Kreis von einem „sehr guten Ergebnis“. Wie exklusiv berichtet, hatte mit Veolia Verkehr das größte in Deutschland aktive private Bahn- und Busunternehmen bei einer europaweiten Ausschreibung für achte Jahre den Zuschlag für die Linien im Raum Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Langenberg, Verl und Schloß Holte-Stukenbrock – einschließlich der Anbindung an Gütersloh und Lippstadt – erhalten.

Das jetzt auf dem Tisch liegende Fahrplanangebot muss noch nicht das letzte sein. „Es gibt einige Optionen, über die wir sprechen müssen“, sagt Stefan Honerkamp. Im Klartext: Wenn der Kreis weiteres Geld auf den Tisch legt, gibt es auch noch mehr Fahrtangebote.

Bislang sind die Busse im Süden des Kreises – abgesehen von den Zuschüssen für den Schülertransport – ohne öffentliche Unterstützung gerollt. Die Unternehmen fuhren auf eigene Kappe. Weil dazu aber keine Firma mehr bereit war, hat der Kreis starke und schwache Linien gebündelt, einen jährlichen Zuschuss vorgegeben und Fahrpläne eingefordert. Veolia Verkehr – die Gesellschaft hieß bis 2006 noch Connex Verkehr – machte das beste Angebot.

Wieviel Geld der Kreis drauflegt, verraten Scheffer und Honerkamp nicht. Fest steht nur, dass im Kreisetat 150 000 Euro Eigenmittel für den Öffentlichen Nahverkehr verankert sind und aus diesem Topf auch für das seit Anfang 2011 von Busverkehr Ostwestfalen (BVO) bediente Linienbündel Nordwest Geld fließt.

Mehr zu diesem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 31. August.

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