Mehrere Maßnahmen nach Systemausfall
In der Kreisverwaltung war es am 22. Mai zu einem Systemausfall gekommen. Mehrere Maßnahmen werden jetzt in Angriff genommen, damit die Verwaltung in so einem Fall künftig schneller wieder handlungsfähig ist.

In dem Schreiben geht die Verwaltung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion ein. Die wollte wissen, welche Probleme es genau gab, was im Fall eines Unglücks in dieser Situation passiert wäre, wie der Kreis sicherstellen wolle, dass so etwas nicht noch einmal passiere, und ob es eine Redundanz – also eine Ressource, die die gleiche Funktion hat und im Notfall zum Einsatz kommt – auf Hard- und Software-Ebene gebe.

Wie berichtet, hatte ein Defekt einer zentralen Netzwerkkomponente am 22. Mai zu einem Systemausfall geführt. Mehrere Stunden mussten Mitarbeiter der Kreisverwaltung ihre Arbeit niederlegen, weil sie keinen Internetzugang hatten. Lediglich die Telefonanlagen funktionierten – allerdings eingeschränkt. Beispielsweise ein Weiterleiten des Gesprächs an einen Mitarbeiter war nicht möglich.

Auf die Kreisleitstelle hatte der Vorfall keine folgenschweren Auswirkungen. Lediglich, dass unter Umständen die allgemeine E-Mail-Adresse nicht erreichbar war und eine Alarmierung nicht über den Einsatzleitrechner ausgelöst werden konnte. Die Leitstelle verfügt laut Verwaltung aber über einen separaten Internetanschluss, über den dann die Alarmierung erfolgen kann. Außerdem gibt es eine sogenannte Rückfall-Mail-Adresse über einen anderen Anbieter, die im Notfall genutzt werden kann.

Der Rettungsdienst ist laut Kreisverwaltung von einem Systemausfall nicht betroffen, weil die Alarmierung vorrangig über Funk läuft. Ein wenig anders sieht die Sache beim Katastrophenschutz aus. Zwar könnten die Einsatzkräfte alarmiert werden. Probleme könnte es aber beim Ausfall der Telefon- und Datenverbindung in Bezug auf den Krisenstab, die operative Einsatzleitung und in Bezug auf den Kontakt zu anderen Behörden geben. Zum Teil sei es möglich, auf separate Technik zuzugreifen. So wird derzeit daran gearbeitet, alle für solchen Fälle notwendigen Daten auf zwei externen Festplatten zu speichern, die regelmäßig aktualisiert werden. Außerdem stehen Karten in Papierform zur Verfügung.

Die Verwaltung will nun prüfen, ob die Vereinbarungen mit dem zuständigen Unternehmen Regio IT aktualisiert werden müssen. Außerdem soll am Standort Gütersloh eine Rufbereitschaft von Regio IT eingerichtet werden. Auch eine redundante Anbindung des Kreises an das Rathausnetz wurde angefragt.

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