„Menschlichkeit hat ein neues Zuhause“
Bild: Bitter
Das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes überreichte die Vizepräsidentin des Landesverbands, Nilgün Özel, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ortsvereins Gütersloh, Rainer Frenz.
Bild: Bitter

 Der Orden ist seit 1953 staatlich anerkannt. Frenz gehört zu den Führungskräften im Landesverband. Er begleitete den Aufbau von sieben Notunterkünften für 1620 Flüchtlinge, baute das Medical-Center im Gerry-Weber-Stadion auf, war für die Sicherheit bei der Love-Parade und beim Sommerfest des Bundespräsidenten zuständig und war zudem Kreisrotkreuzleiter und 26 Jahre Leiter der Rotkreuzgemeinschaft Gütersloh.

Die Vizepräsidentin bezeichnete Kreisverband- und Ortsverein des Roten Kreuzes als präsenter denn je und lobte die interkulturelle Öffnung. Die Vizepräsidentin wünschte den betreuten Menschen Geborgenheit in den neuen Räumen (Die „Glocke“ berichtete ausführlich über die Baugeschichte).

Der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Dirk von Lojewski, der auch seinen Vorgänger Dr. Jörg-Dieter Wolf begrüßte, nannte drei Ereignisse: Einweihung des Zentrums, 140 Jahre DRK-Ortsverein Gütersloh und 120 Jahre Rotkreuzgemeinschaft als dessen Herzstück. Er äußerte seine Freude über ein eigenes Gebäude. Die mit dem Kreisverband entwickelte Idee, gemeinsam zu bauen, sei richtig gewesen. Für Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) waren drei Worte wichtig: „Das DRK hilft.“ Seine Hilfe komme dort an, wo sie gebraucht werde, und zwar ohne Gegenleistung zu erwarten.

Der Landrat an den Präsidenten des Kreisverbands, Heinz-Hermann Vollmer, und Dr. von Lojewski gewendet: „Ohne das Rote Kreuz wäre unser Kreis weit weniger gut aufgestellt.“ Dr. Hasan Sürgil, der Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbands, sagte, es sei nicht selbstverständlich, dass Kreisverband und Ortsverein gemeinsam bauten und so noch mehr Aufmerksamkeit für das Rote Kreuz erzeugten.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies (CDU) nannte die Einweihung des Zentrums einen „tollen Tag für uns alle“. Das breite Angebot des Roten Kreuzes brauche eine entsprechende räumliche Ausstattung.

Präsident Vollmer hob hervor, Anerkennung sei ein wichtiger Punkt für alle ehrenamtliche Arbeit. Denn sie sei ihr Lohn in Ergänzung staatlicher Aufgaben. Die Innenstadtlage an der Kaiserstraße sei wichtig. Deshalb gebühre der Familie Meier Dank für den Verkauf des Grundstücks, sagte Vollmer. Er zeigte sich überzeugt: „Die Menschlichkeit hat hier eine neue Heimat bekommen.“ Zum Tag der offenen Tür am Samstag herrschte reges Treiben. Maskottchen Henry fungierte als Spaßmacher. Und die Jugend zeigte ihr Können.

SOCIAL BOOKMARKS