Michaelschule wird in Ferien saniert
Die Michaelschule wird in den Sommerferien gründlich saniert.

Die Wellen schlagen nach wie vor hoch bei den Eltern der Grundschüler. Sie befürchten eine Gesundheitsgefährdung ihrer Sprösslinge durch Schimmelpilze und flüchtige organische Verbindungen (VOC).

Doch im Fachausschuss für Bildung, Familie und Sport sahen gleich mehrere Experten die bereits getroffenen Gegenmaßnahmen als wirkungsvoll genug, den Schulunterricht bis zu den Sommerferien im Gebäude durchzuführen. Eine akute Gesundheitsgefährdung besteht aus ihrer Sicht nicht.

Luftbelastung durch alte Putzmittel

Was die Belastung der Raumluft durch flüchtige organische Verbindungen (VOC) betrifft, so ist dafür vermutlich der Gebrauch alter Putzmittel verantwortlich. So wurden in einem Putzmittelschrank in der Küche schon vor Jahren angeschaffte Pflegemittel mit teils erheblichen mineralölkohlenwasserstoffhaltigen Bestandteilen entdeckt. Sie verschwanden bereits auf Nimmerwiedersehen. Nun wird ausschließlich mit Grundreinigungsmitteln gearbeitet, die unproblematisch sind.

Dem vermeintlichen Übel auf die Spur kamen Experten mit Messgeräten, die im Küchenbereich größere VOC-Belastungen signalisierten. Gutachter Michael Obeloer war im Fachausschuss aber noch vorsichtig: „Die VOC-Belastungen sind wahrscheinlich durch Reinigungsmittel verursacht worden.“

Jedenfalls geht es mit den Untersuchungen weiter. Optimistisch stimmt, dass die jüngsten Messungen der Raumluft im Küchenbereich nur noch ein Zehntel der Belastungen ergeben haben, die dort zuvor von der Unfallkasse NRW ermittelt worden waren. Wegen des krassen Auseinanderdriftens der Resultate soll aber noch in dieser Woche eine weitere Messung vorgenommen werden.

Schimmelpilz-Gefahr derzeit gebannt

Ein zweites Problem ist der Schimmelpilzbefall in der Grundschule. Schimmelpilze wurden unter den Fußböden entdeckt. Ein Klassenraum gilt nach neuerlichen Messungen noch als auffällig, aber mit unkritischen Werten. Die Experten vermuten als Verursacher eine Feuchtquelle.

Man weiß aber noch nicht, wo eine solche Quelle verborgen sein könnte. Auch Altschäden sind denkbar. Inzwischen gibt es aber Verdächtige. Es sind in den Gebäudewänden integrierte Fallrohre, die zudem ungedämmt sind. An einem solchen Fallrohr wurde immerhin eine feuchte Muffe entdeckt. Das könnte auf mehrere Defizite hinweisen. Auch die Fallrohrvariante bleibt im Blick.

Grundsätzlich gilt eine mögliche Gefährdung für Kinder und Lehrer durch die Schimmelpilze derzeit als gebannt, weil im Fußbodenbereich Versiegelungen ausgeführt wurden. Dadurch ist die befallene Region gleichsam eingepackt und ein Sporenflug nicht zu erwarten. Der Unterrichtsbetrieb kann, bis zu Komplettsanierung, aus Expertensicht problemlos weitergehen. Ein gutes Stück Vorsorge bietet bis dahin zudem die Raumluftfilterung.

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