Milch hat es in sich - auch für Ältere
Bild: Mense
Stoßen mit Milch auf den Internationalen Tag der Milch an: (v. l.) Dr. Hans Scheller, Arnold Weßling, Dorette Wittenborg, Heiner Kollmeyer, Marianne Albrecht, Wolfgang Hornberg, Annette Hoppe, Wilhelm Fiegenbaum und Sonja Kleine Hörstkamp.
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Ort des Geschehens: die Diakoniestation in Borgholzhausen. Alljährlich setzen die heimischen Landwirte andere Schwerpunkte am Internationalen Tag der Milch. Während der Rietberger Landesgartenschau richteten die Gütersloher sogar die Zentralveranstaltung für Nordrhein-Westfalen aus.

Gemeinsam mit Scheller, der sich ehrenamtlich auch als Vorsitzender des Stadtsportverbands engagiert, erläuterten die beiden Pflegedienstleiterinnen der Diakoniestation Borgholzhausen, Annette Hoppe und Sonja Kleine Hörstkamp, die medizinischen und ernährungsphysiologischen Aspekte des Genusses von Milch und ihrer Produkte wie Joghurt, Quark, Kefir und Käse.

Von landwirtschaftlicher Seite ergänzten Kreis- und Bezirksvorsitzender Arnold Weßling, Kreislandwirt Heiner Kollmeyer, Geschäftsführer Wilhelm Fiegenbaum, Milchausschuss-Mitglied Wolfgang Hornberg sowie Marianne Albrecht und Dorette Wittenborg vom Landfrauenverband die Ausführungen der medizinischen und pflegerischen Experten.

Scheller betonte, dass Milch durch seine Inhaltsstoffe Eiweiß, Fett, Zucker, Wasser, Calcium, Kalium, Vitamine und Spurenelemente ein äußerst wertvolles Nahrungsmittel sei, dass auch von älteren oder kranken Menschen noch gut verzehrt werden könne. Er stellte die hygienische Sicherheit der Milch durch die ständigen Untersuchungen besonders heraus und freute sich darüber, dass in Mittel- und Nordeuropa die meisten Menschen Milch ohne Probleme vertragen. Wichtig seien die Inhaltsstoffe der Milch auch für die Wundheilung.

Arnold Weßling verwies darauf, dass laut einer Studie der Universität Boston Milchtrinker ein deutlich geringeres Risiko haben, an Altersdiabetes zu erkranken.

400 Milchbauern im Kreis

Etwas mehr als 400 Milcherzeuger leben im Kreis Gütersloh derzeit noch mit und von den Kühen. Dies Bauern halten gut 17 000 Milchkühe. Sie geben täglich rund 400 000 Liter Milch, die durch unterschiedliche Molkereien von den Höfen abgeholt und verarbeitet werden. Der Kreis Gütersloh gehört damit zu den „milchstarken“ Kreisen in Westfalen-Lippe.

Innerhalb von etwa zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Milcherzeuger im heimischen Raum um rund 75 Prozent gesunken. 1986 gab es noch 1898 Halter mit 28 974 Tieren. Bis zum 2007 ist die Zahl auf 472 Halter mit 17 591 Tieren zurückgegangen. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl aller landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis „nur“ um 48 Prozent verringert.

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