Millionen-Bezüge: Verl kreisweit vorn
134 Einkommens-Millionäre weist die amtliche Steuerstatistik für das Jahr 2007 für den Kreis Gütersloh aus.

Mit 300 Prozent Zuwachs innerhalb von drei Jahren weist Halle eine der höchsten Steigerungsraten im Kreis auf. Diese und weitere Zahlen hat IT NRW (Information und Technik Nordrhein-Westfalen) jetzt präsentiert.

Nach Angaben der Landesstatistiker gab es Ende 2007 im Kreis Gütersloh 136 Einkommensmillionäre – 49 mehr als drei Jahre zuvor (plus 56 Prozent). Eine Entwicklung, die dem Landestrend entspricht. Je 10 000 Einwohner kamen 3,8 Menschen auf eine Million Euro und mehr an Einkommen pro Jahr. 2004 waren es noch 2,5.

Die Daten spiegeln die Situation vor der Finanzkrise wider. Zusammen veranlagte Ehegatten werden als ein Steuerpflichtiger gezählt. Die Zahlen beruhen auf der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2007. Sie wurden von den Finanzbehörden jetzt nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt.

Nur noch zwei weiße Flecken

Lediglich in zwei Kommunen, nämlich in Borgholzhausen und Werther, gibt es nach wie vor keine Einkommensmillionäre. Drei Jahre zuvor hatte diese Statistik zwei weiße Flecken mehr: Herzebrock-Clarholz beherbergt inzwischen aber vier Steuerpflichtige mit einem siebenstelligen Jahreseinkommen und belegt mit 2,5 Einkommensmillionären pro 10 000 Einwohner Rang 124 im Land. In Langenberg stehen drei Millionäre für den Vergleichswert 3,7 und Platz 59.

Hinter Gütersloh (4,0; Rang 45 in NRW) nimmt mit 19 Millionenverdienern Verl die zweite Kreisposition vor Rheda-Wiedenbrück (17) und Schloß Holte-Stukenbrock (15) ein. Die Safari-Park-Kommune hat ihren Kreis-Spitzenplatz von 2004 (3,9; Rang 21 in NRW) an die Ölbachgemeinde abtreten müssen, die seinerzeit mit einem Schnitt von 3,7 und Rang 24 „nur“ Dritte im Bunde war. Dazwischen hatte sich noch Versmold (3,8; 22) platzieren können. Jetzt ist die „Wurststadt“ mit einem unveränderten Vergleichswert deutlich abgerutscht – auf Rang 55 im Land.

Schlechtere Plätze nehmen ferner Harsewinkel (79 statt 72), Rheda-Wiedenbrück (60 statt 44) und Steinhagen (121 statt 49) ein. Den größten Sprung nach vorn gemacht hat Herzebrock-Clarholz (von Null auf Rang 124). Sehr bemerkenswert ist auch die Entwicklung in Halle: Drei Einkommensmillionäre gab es 2004 (Quote 1,4; Rang 121), 9 waren es drei Jahre später (Rang 37). Mit 4,2 Millionen-Verdienern pro 10 000 Einwohner lässt die Lindenstadt nun Gütersloh (4,0; 45) hinter sich.

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