Millionenschaden nach Großbrand bei Schüco
Bild: Eickhoff
Beim Eintreffen der Rettungskräfte schlugen die Flammen bereits durch das Dach der Borgholzhausener Niederlassung der Firma Schüco.
Bild: Eickhoff

Verletzte gab es laut Angaben der Polizei Gütersloh nicht. Ein Teil des Dachs des Schüco-Werks ist eingestürzt. Weil die Halle am Montag noch nicht gefahrlos zu betreten war, werden sich die Ermittlungen der Kriminalpolizei noch hinziehen. Statiker machen sich am Brandort ein Bild.

55 der 400 Mitarbeiter müssen bis auf Weiteres woanders beschäftigt werden

Schüco beschäftigt am Standort 400 Mitarbeiter, 55 davon im betroffenen Eloxalwerk. Nach Informationen der „Glocke“ sollen sie bis auf Weiteres in anderen Bereichen eingesetzt werden - entweder in Bielefeld oder in den weiteren Produktionsstätten.

Über die Warn-App „Nina“ hatte die Leitstelle des Kreises die Bewohner dazu aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Gebäude aufzusuchen. Nach „Glocke“-Informationen wurden jedoch keine bedenklichen Werte gemessen.

Löscharbeiten dauern bis zum frühen Morgen an

Der Alarm ging um 18.36 Uhr in der Leitstelle ein, daraufhin wurde Großalarm bei den Wehren in Borgholzhausen und Halle ausgelöst. Weitere Kräfte wurden später aus Steinhagen, Gütersloh, Werther und dem niedersächsischen Dissen angefordert.

Unterdessen breitete sich das Feuer weiter aus, die Flammen schlugen aus den Dächern. Eine dunkle Rauchwolke zog über die Gemeinde. Die Feuerwehr löschte mit Schaum. Die Löscharbeiten dauerten bis circa drei Uhr am Montagmorgen an.

Erinnerungen werden wach an Großbrand aus den 70er-Jahren

Die Warnung, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzustellen, galt für Steinhagen, Borgholzhausen, Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Versmold und Werther. Nach Angaben des Unternehmens wird am Standort Bielefeld Aluminium für unterschiedliche Industriezweige verarbeitet. 

Ausgerechnet ein Teil der Firma Schüco im Herzen des Piumer Stadtgebietes war der Auslöser. Dort kam es zu verstärkter Rauchentwicklung. Für alteingessenene Piumer wurden damit Erinnerungen an einen dramatischen Zwischenfall aus den 1970er-Jahren wach: Damals war es bei der Firma Hufendiek zu einem Großbrand gekommen.

Seit vielen Jahren gehört der Gebäudekomplex nun Schüco. Dort ist das Eloxalwerk zur Veredelung von Aluminium untergebracht. Genau in diesem Bereich ist es nun augenscheinlich erneut zum Feuer gekommen.

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