Ministerin sucht den Kontkt zur Basis
Schulleiter-Vollversammlung mit Gästen: (v. l.) Landrat Sven-Georg Adenauer, Michael Uhlich (Leiter der Abteilung Schule bei der Bezirksregierung), NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann sowie aus Schloß Holte-Stukenbrock Bürgermeister Hubert Erichlandwehr und Heinz Hildmann, der Leiter der Lisa-Tetzner Schule.

Die Grünen-Politikerin besuchte die nicht alltägliche Vollversammlung der Führungskräfte aller Schulformen, die Teil des 2008 von Kreis, Kommunen und Bezirksregierung gegründeten regionalen Bildungsnetzwerks ist.

Nach Ansicht der Ministerin muss Bildung auf breite Schlüsselqualifikationen ausgerichtet werden, damit Menschen ihr Leben lang lernen können und flexibel bleiben. Löhrmann tritt für ein Schulsystem ein, in dem die Herkunft des Einzelnen keine Rolle spielt. „Ich will den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufbrechen“, sagte die Ministerin.

Die Gemeinschaftsschule sieht die Grüne in kleinen Kommunen als Standortfaktor. Angesichts von 50 Interessenbekundungen gehe es nicht mehr darum, ob dieses Angebot komme, sondern wie es ausgestaltet werde. Inklusion trägt die Ministerin voll und ganz mit, die Frage der Finanzierung und Unterstützung durch den Bund sei aber noch offen.

Ganz aktuell äußerte sich Löhrmann zu Problemen bei der Mathe-Klausur des Zentralabiturs und gab den Lehrern im Rahmen ihrer pädagogischen Verantwortung freie Hand bei der Korrektur. Zudem ermunterte die Ministerin die Schulleiter zu unbürokratischer Unterstützung von Hartz-IV-Empfängern in Sachen Bildungspaket.

Zufrieden zeigten sich die Schulleiter bei dem Treffen mit der Arbeit des regionalen Bildungsnetzwerks im Kreis. Seit 2008 habe man klare Verbesserungen bei der frühkindlichen Bildung, bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie beim Übergangsmanagement Schule/Beruf erreicht.

SOCIAL BOOKMARKS