Mit viel Mut in die Selbstständigkeit
Bild: Neitemeier
Fahrzeuge jeder Art lackiert Dastin Hunecke in seinem neuen modernen Betrieb in Langenberg, hier eine gestellte Szene. Aber auch anderen Dingen wie Küchenfronten und Bobby-Cars verpasst der 25-Jährige auf Wunsch ein neues farbiges Outfit.
Bild: Neitemeier

„Was der Kunde will, wird gemacht.“ Das ist das Motto des 25-jährigen Dastin Hunecke aus Langenberg, der sich nicht nur selbstständig gemacht, sondern zusammen mit seinem Onkel Franz-Josef Hunecke auch einen hohen sechsstelligen Eurobetrag in ein neues Firmengebäude am Grünen Weg 21 investiert hat.

„Eher untypische Gründergeschichte“

Für Anna Bückmann von Pro Wirtschaft GT eine „eher untypische Gründergeschichte – aber eine, die Mut machen kann“. Das sieht Anja Brentrup von der Kreissparkasse Wiedenbrück, die den Weg des jungen Langenbergers in die Selbstständigkeit begleitet hat, ähnlich. „Das Konzept und die Person haben uns überzeugt“, so die Kundenberaterin. Auch dank verschiedener Förderprogramme konnte das Lackier- und Karosseriezentrum Hunecke nach langer Planungs- und anderthalbjähriger Bauzeit Ende September eröffnet werden.

Noch ist es ein Ein-Mann-Betrieb. Dastin Hunecke muss sowohl Fahrzeuge in frische Farbe tauchen als auch Kunden (Autohäuser, Versicherungen, Privatpersonen) gewinnen und Rechnungen schreiben. Aber irgendwann einmal, so der Existenzgründer, sollen bei ihm bei voller Auslastung bis zu sechs Angestellte arbeiten und täglich etwa zehn Autos lackieren. „Darauf ist die Halle ausgelegt“, blickt der 25-Jährige mutig und zuversichtlich nach vorn. Der Standort zwischen Lippstadt und Rheda-Wiedenbrück sei in Ordnung.

Moderne Maschinen und effiziente Abläufe

Selbstständig machen wollte er sich immer schon, verrät Dastin Hunecke – auch angesichts seines Vaters und seines Onkels, die ebenfalls ihre eigenen Chefs waren und sind, der eine im Bereich Kraftfahrzeugreparaturen, der andere als Landwirt. So folgte auf den Realschulabschluss eine Ausbildung zum Fahrzeuglackierer in Lippstadt. Nach einem Gesellenjahr machte der Langenberger in Bielefeld seinen Meister (ein Jahr Vollzeit) und arbeitete als solcher danach vier Jahre in seinem einstigen Ausbildungsbetrieb.

Als Selbstständiger will er mit qualitativ ausgezeichneter Arbeit punkten. Moderne Maschinen und effiziente Abläufe sind der Grundstein. Für vorbereitende Arbeiten ist ausreichend Platz vorhanden, Spritzkabine und Trockenraum sind mit Wärmerückgewinnung ausgestattet und auch ein digitales Farbtonmessgerät gehört zum täglichen Handwerkszeug. Mobile Hebebühnen und ein Schienensystem sorgen zudem dafür, dass die Fahrzeugmotoren in der Halle nicht gestartet werden müssen und Abgase weitgehend außen vor bleiben.

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