Mitblödeln im Geschlechterkampf
Männlicher Triumph im Geschlechterkampf? Wer weiß das schon. Matthias Machwerk jedenfalls ging es nicht um Politik, sondern um Pointen.

Eingeladen zu dem Kabarettabend am 11.11. hatte indes nicht der Karnevalsverein, sondern die im Südkreis Gütersloh beheimateten Gleichstellungsstellen. Matthias Machwerks Programm „Frauen denken anders – Männer nicht“ passte gut in die Aktionswochen „Typisch Frau – typisch Mann“ jener Rathaus-Mitarbeiterinnen, die dafür zuständig sind, die Emanzipation voranzutreiben.

Der Kabarettist erstattete Bericht über den alltäglichen Geschlechterkampf. Ihm ging es dabei nicht um Politik, sondern um Pointen: Er wollte sein Publikum unbedingt zum Lachen bringen.

Das ist ihm voll gelungen. Trotz der ollen Kamellen wie „Frauen reden zu viel und Männer hören nicht zu“ oder der ewigen Dramatisierung weiblichen Einkaufsverhaltens. Grundsätzlich scheint sich an diesen Frontabschnitten des Geschlechterkampfs auch nichts geändert zu haben. Das ließ sich anhand der Reaktionen im Publikum feststellen. „Ja, genau“, hieß es zustimmend zwischen lauten Lachern.

In dem zweistündigen Programm hatte der Wortakrobat die Zuhörer ständig auf seiner Seite. Auch als es hieß: „Männer leiden. Die spüren die Krankheit schon, bevor sie ausgebrochen ist.“ Oder: „Männer weinen auch. Deshalb haben sie alle einen Hobbykeller. Den Wein-Keller.“

Zum Abschluss durfte das Publikum aktiv mitblödeln. Matthias Machwerk fasste musikalisch zusammen, was eine Frau oder ein Mann nicht will. Nach der Melodie von „Don’t worry, be happy“ zählte er verschiedene Eigenarten auf, auf die das Publikum mit einem gedehnten „Ich will das nicht“ antwortete. Ein gelungener Abschluss des lustigen Abends.

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