Modernes Labor schärft Schul-Profil
Bild: Bitter
Im neuen CNC-Labor des Carl-Miele Berufskolleg demonstriert der Auszubildende André Daut aus Marienfeld die rechnergesteuerte Deckel-Maho-Dreh- und Fräsmaschine von Gildemeister.
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Die Einrichtung eines modernen CNC-Labors hat jetzt die praxisorientierte Umsetzung der theoretischen Vorarbeiten für den Nachwuchs möglich gemacht. Das Labor befindet sich in enger Anbindung an die Klassenräume im nicht wiederzuerkennenden ältesten Bauabschnitt der Berufsschule von 1953, deren Trägerschaft der Kreis im Jahr 2006 von der Stadt Gütersloh übernommen hat.

Lernen nah an der Wirklichkeit

Oberstudiendirektor Heinz Driftmeier betonte in Gegenwart der Schulpartner wie Ausbildungsbetriebe sowie Handwerks- und Handelskammer, das Carl-Miele-Berufskolleg habe den Schwerpunkt Technik offensiv in die Schulentwicklung aufgenommen und schärfe jetzt intensiv das Profil Metalltechnik. Die Lernprogramme nah an der Wirklichkeit umzusetzen, stellte der Schulleiter als lohnendes Ziel im Beisein von Abteilungsleiterin Gudrun Mackensen vom Kreis und Obermeister Hermann Uekmann von der Innung des Metallhandwerks heraus.

Der Abteilungsleiter Markus Helmschik sowie seine Kollegen Frank Kleinepähler und Dieter Knipping blickten auf die Anfänge der rechnergestützten Fertigung in der Metallausbildung unter dem Aspekt einer selbstständigen Lernorganisation der Schüler zurück. Sie wird seit 2007 durch die Stiftung der Firma Heidenhain für Mess- und Steuerungstechnik in Traunreut (Chiemgau) gefördert. Hemschik: „Als Lehrer rücken wir immer mehr in die Rolle der Moderatoren.“

Dreh- und Frästechnologie eng verzahnt

Im Dezember 2009 wurden eine neue CNC-Dreh- und Fräsmaschine sowie ein neuer Programmierraum in Betrieb genommen. Die enge Verknüpfung von Dreh- und Frästechnologie bewirkt kompetenzförderndes Lernen. Das Land Nordrhein-Westfalen und die VDW-Nachwuchsstiftung Werkzeugmaschinenbau in Bielefeld zertifizierten die Arbeit des Carl-Miele-Berufskollegs.

Der Umzug in die jetzt vorgestellten Räume begann 2012. Die Berufspädagogen würdigten die Zusammenarbeit mit dem Werkzeugmaschinenbauer Oltrogge in Bielefeld und der Firma Polkom, die in Marienfeld hochwertige Fräswerkzeuge herstellt. Bei der Vorstellung ihrer Arbeiten dort seien die Schüler 120-prozentig motiviert, lobte Hemschik.

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