Mutmaßlicher Brandstifter stellt sich
Bild: Dahoven
Im März gab es in Versmold drei Brände, davon zwei große. Unter anderem brannte eine Scheune am Wilhelm-Vincke-Ring. Jetzt hat sich der mutmaßliche Brandstifter der Polizei gestellt.
Bild: Dahoven

Der junge Mann, der dem Vernehmen nach inzwischen in Harsewinkel lebt und die Wochenenden in Versmold verbringt, hatte die Versmolder Bevölkerung mit seinen Brandstiftungen in Angst und Schrecken versetzt: Am 18. März brannte zunächst der Dachstuhl eines Hauses an der Friedhofstraße, dass momentan renoviert wird. Zuvor hatte in jener Nacht von Freitag auf Samstag um 23.19 Uhr an der Straße Am Stadtpark ein Müllcontainer gebrannt, angrenzenden an den neuen Kindergarten.

Frische Einbruchsspuren bei Hausbrand entdeckt

Auch dieses Feuer soll der 23-Jährige verursacht haben. Damals hatten Zeugen allerdings nach Polizeiangaben drei Personen weglaufen sehen. Ob und wie sie an den Straftaten beteiligt sind, müssen nun die weiteren Ermittlungen der Polizei ergeben.

Bei dem Brand an der Friedhofstraße hatten Feuerwehrleute nach Polizeiangaben festgestellt, dass an einer Schiebetür frische Spuren eines Einbruchversuchs vorhanden waren. Unweit dieser Schiebetür kam es zu Ausbruch des Feuers.

10.000 Euro Belohnung erhöht den Druck

Am darauffolgenden Wochenende wurde zudem augenscheinlich eine Lagerhalle am Wilhelm-Vincke-Ring in Brand gesetzt. Die Lagerhalle brannte samt Inventar komplett nieder. Auch wenn sich die Polizei mit Angaben zu einer möglichen Ursache stark zurück hielt: Augenscheinlich war der Brandherd im Außenbereich unter dem Vordach, mittig der Halle. Dort war das Feuer am weitesten fortgeschritten, das Dach in diesem Bereich eingestürzt.

Die Betroffenen hatten sich erst an diesem Wochenende an die Öffentlichkeit gewandt und eine Belohnung von 10.000 Euro demjenigen in Aussicht gestellt, der Hinweise auf den oder die Brandstifter geben kann.

Der Druck auf den mutmaßlichen Brandstifter wurde dadurch offenbar zu groß. Am Freitag stellte er sich der Polizei und räumte die Taten ein. Die Ermittlungen der Polizei dauert aber weiter an.

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