Nach fünf Wochen erneut Gas im Keller
Bild: Eickhoff
In Steinhagen musste sich die Feuerwehr zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen um das im Keller eines Mehrfamilienhauses ausgetretene gefährliche Gas Kohlenmonoxid kümmern.
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Der Unterschied: Dieses Mal mussten keine Bewohner ins Krankenhaus. Vor fünf Wochen waren drei Personen vorsorglich eingeliefert worden. Ein im Keller wohnender Mann hatte in der Nacht die nicht korrekt funktionierende Heizung bemerkt und Hilfe geholt.

Keine Verletzten in Steinhagen

Ehe die alarmierten Feuerwehrleute an Ort und Stelle waren, hatten die zuvor eingetroffenen Polizeibeamten bereits mit der Räumung des Hauses begonnen. „Als unser Angriffstrupp in den Keller ging, schlugen schnell die Kohlenmonoxidwarner an“, berichtete der stellvertretende Wehrführer Andreas Kramme.

Diese Warner werden beispielsweise auch im Rettungsdienst getragen und schützen die Nutzer durch einen Alarm vor dem unsichtbaren und geruchlosen Gas. Kohlenmonoxid entsteht durch eine nicht vollständige Verbrennung und wird an der Heizungsanlage normalerweise durch den Schornstein abgeführt. Offenbar, so Andreas Kramme, hatte ein technischer Defekt an der Ölheizung für eine starke Rauchentwicklung im Keller gesorgt. Der Haupteingang sei glücklicherweise noch nicht betroffen gewesen, so dass die Bewohner das Haus weitgehend gefahrlos verlassen konnten.

Gefährliches Kohlenmonoxid

Am dem Seiteneingang stellte die Feuer ein Belüftungsgerät auf und sorgte so dafür, dass sich Frischluft in dem Gebäude verteilen konnte. Die Heizungsanlage wurde wieder außer Betrieb genommen. Nach zwei Stunden konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

 Bereits im Juni war es zu einem großen Rettungsdiensteinsatz in Gütersloh gekommen, weil aufgrund der Wetterlage das Gas aus einem Schornstein nicht entweichen konnte. 20 Verletzte aus einem Mehrfamilienhaus mussten ins Krankenhaus. Im März waren in Ahlen vier Tote in einer Wohnung gefunden worden. Ein Dohlennest hatte den Schornstein verstopft.

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