Nach sieben Monaten Pause geht es weiter
Bild: Neitemeier
Die Erweiterung des Kreishauses an der Herzebrocker Straße in Gütersloh geht nach monatelangem Stillstand weiter. Sichtbarer Ausdruck ist das in diesen Tagen von der Gütersloher Firma Blume errichtete Gerüst. Nächste Woche kommt der Dachdecker.
Bild: Neitemeier

Zwei der sieben Monate Verzögerung auf der Baustelle an der Herzebrocker Straße gehen nach Angaben von Burkhard Stiens, dem Leiter der Gebäudewirtschaft beim Kreis, auf das Konto des strengen Winters. Die meiste Zeit des Stillstands sei paradoxerweise jedoch auf die gute Konjunkturlage zurückzuführen, erklärt der Kreismitarbeiter.

Drei Ausschreibungen aufgehoben

Die florierende Wirtschaft habe dafür gesorgt, dass die eingehenden Angebote „unsere zu marktüblichen Preisen erfolgte Kostenschätzung deutlich übertroffen haben“. Auch die Aufteilung der Arbeiten auf verschiedene Lose hatte zunächst nicht den Durchbruch gebracht. Probleme gab es insbesondere beim Fassaden- und Stahlbau. Stiens: „Wir haben drei Ausschreibungen wegen zu hoher Kosten aufgehoben, um die Arbeiten letztlich in freien Verhandlungen mit Baufirmen vergeben zu können. Mit Erfolg.“

Das Nicht-locker-Lassen und der Wille, den Kostenrahmen von 2,5 Millionen Euro für das Projekt einzuhalten, haben sich letztlich ausgezahlt. „Wir sind wieder im Plan“, sagt Stiens. Das Paket Stahlbau, Fassade, Gitterbalkone und Sonnenschutz sei mit rund 420 000 Euro kalkuliert gewesen und könne jetzt für rund 435 000 Euro realisiert werden. Die ausgeschlagenen Angebote hätten zu Ausgaben von mehr als 600 000 Euro geführt.

Nachverhandeln zahlt sich aus

Die Stadt Verl hat dem Kreis einen wichtigen Hinweis auf die Firma Wertbau aus Langenwetzendorf in Thüringen gegeben. Das Unternehmen war am Bau des Rathauses in der Ölbachstadt beteiligt und stellt jetzt auch die Fassade des Kreishausanbaus her. „Im Wesentlichen im Stil der bisherigen Gebäude“, sagt Stiens.

Den Stahlbau sowie die Gitterbalkone erledigt die Firma S & G aus Sögel, die Dachdeckerarbeiten das Unternehmen Kuhlmann aus Delbrück. Beim außenliegenden Sonnenschutz kommt der Betrieb Hella Specht aus Steinhagen zum Zug. Stiens: „Wir hätten auch lieber alles aus einem Guss gehabt, aber aus wirtschaftlichen Gründen ging an der Aufteilung kein Weg vorbei.“

Fertigstellung Anfang Dezember

Etwas aus dem Rahmen fallen derzeit noch die Erstellung der Bodenbeläge und die Treppengeländer. Die erste Ausschreibung wurde ebenfalls aufgehoben. Nachverhandlungen sind angesagt. Noch nicht entschieden ist auch, wer die Bürotrennwände errichtet. Gleichwohl sieht der Zeitplan vor, dass der Anbau Anfang Dezember fertig ist.

Mehr zu diesem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 27. Juli.

SOCIAL BOOKMARKS