Niederlande stehen für Gerkens Hof Pate
Mit Gerkens Hof könnte niederländisches Nachbarschaftsflair in Schloß Holte-Stukenbrock Einzug halten.

Der Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs Gerkens Hof erläuterte dem Fachausschuss für Stadtentwicklung und Bauen, wie er die Menschen im künftigen Wohngebiet an der Trapphofstraße miteinander leben lassen will. Noch ist dort grüne Wiese – und deshalb alles möglich. Lammerich favorisiert die Abkehr vom klassischen Einfamilienhaus.

Seine Welt ist die der kleinen Parzellen, der kompakten Bebauung für viele Menschen, mit generationenübergreifendem Ansatz und einem System des modularen Bauens. Fast hundert Wohneinheiten in rund 90 Häusern in zweigeschossiger Bebauung werden so im künftigen Baugebiet Gerkens Hof Platz haben. Lammerich empfiehlt vier Bauabschnitte.

Zuerst einen zentralen Bereich und einen Quartiersplatz, darauf folgend das Bauen östlich und westlich des Kernbereichs. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, ob die Lammerich-Ideen sämtlich in die Tat umgesetzt werden. Möglich ist, dass auch der zweite und dritte Preisträger des Wettbewerbs noch Gelegenheit haben werden, ihre Details zu präsentieren.

Das klang als Wunsch des Bürgermeisters Hubert Erichlandwehr (CDU) durch. Der Ausschuss einigte sich jedoch einhellig darauf, die vorgestellten Anregungen und Empfehlungen zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen. Architekt Lammerich warnte davor, aus allen drei Siegerentwürfen das Beste nehmen und daraus einen neuen Mix machen zu wollen.

Zwar sei die Modulbauweise nur ein Vorschlag. Doch der Planer will mit seinem baugruppenorientierten Konzept Synergieeffekte erzielen. Ihm schweben eine ökologische Bauweise und gemeinsame Energiegewinnung, etwa durch Anlagen für Solarstromerzeugung und Erdwärmegewinnung oder mit Blockheizkraftwerken, vor.

Tobias Lammerich sagte an die Ausschussmitglieder gewandt: „Ich empfehle Ihnen, den Käufern die Grundidee aufzuerlegen.“ Die Stadtverwaltung kann sich nun an die Bauleitplanung herantasten.

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