Opfer im Pausenbrot-Verbrechen stirbt
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Nach einem Mordversuch mit vergiftetem Pausenbrot ist Klaus O. im März 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nun ist eins seiner Opfer gestorben.
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Der Fall hatte im vergangenen Jahr bundesweit Aufsehen hervorgerufen. Klaus O. (57) hatte nach Überzeugung des Bielefelder Landgerichts mehrere seiner Arbeitskollegen in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten vergiftet. Die Richter gingen davon aus, dass er mehreren Kollegen ein Pulver mit Blei- und Cadmiumverbindungen auf die Pausenbrote gestreut hatte.

Lebenslange Haft für Klaus O.

Der Angeklagte wurde im März 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht ordnete darüber hinaus Sicherungsverwahrung für den Mann an, da die Richter von einem Hang zu weiteren schweren Straftaten ausgehen. "O. ist eine Gefahr für die Allgemeinheit“, hieß es. Bei der Urteilsverkündung war von einer "gespenstischen" Serie die Rede.

Motiv unklar

Der Angeklagte hatte sich in dem Verfahren nicht zu seinen Taten geäußert. das Motiv blieb unklar. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte legte Revision am Bundesgerichtshof ein.

Jahrelange Leidensgeschichte

Mehrere Opfer leiden noch heute unter starken gesundheitlichen Problemen. Zwei der Ex-Kollegen O.s sind nierenkrank. Die Eltern des nun gestorbenen 26-Jährigen hatten in dem Prozess über die jahrelange Leidensgeschichte ihres Sohnes berichtet.

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