Outlet schließt Ende Dezember
Archivbild: Steinecke
Das reguläre Geschäft bleibt, das Outlet schließt: Am Standort Herzebrock-Clarholz ergeben sich Veränderungen.
Archivbild: Steinecke

n Berlin, Graz, Hamburg, Herzebrock, Köln, München, Münster, Wien, Zürich, Frankfurt, Stuttgart, Hannover, seit kurzem in Kassel und demnächst in Essen: An diesen Standorten ist Europas Marktführer im Online-Handel rund um den Tennis-Sport mit Geschäften vertreten. Die Chance, in Essen an „zentraler Stelle in Deutschland“ ein stationäres Outlet zu eröffnen, wollte sich das Unternehmen, das von Christian Miele, Thomas Welle und Sascha Beyer als Geschäftsführern geleitet wird, nicht entgehen lassen. Am 9. Dezember wird in Essen ein Geschäft auf gut 1000 Quadratmetern Fläche eröffnet – und parallel dazu ein Outlet mit knapp 600 Quadratmetern. Dabei hänge sein Herz durchaus am Outlet-Standort Herzebrock, sagt Christian Miele auf „Glocke“-Nachfrage. Denn dieser Verkaufsbereich sei in den vergangenen zweieinhalb Jahren Stück für Stück und mit persönlichem Einsatz „organisch gewachsen“. Aber: „Er gehört nicht zu den größten“, bedauert Christian Miele. Der Betrieb des Outlets, das ausschließlich samstags geöffnet hat, sei personalintensiv und die Fläche von 300 Quadratmetern überschaubar. Diejenigen Mitarbeiter, die derzeit dort beschäftigt sind, werden auch weiterhin für Tennispoint arbeiten können, sagt Miele.

Die Entscheidung, den Verkauf von Outlet-Ware jetzt exklusiv in Essen vorzunehmen, sei nicht ganz leicht gewesen. „Aber wir können die frei werdende Fläche an der Hans-Böckler-Straße gut für anderes gebrauchen“, so Miele, der vor zwei Jahren von einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro sprach und damals 100 Millionen Euro als Traumziel nannte. Genaue Zahlen nannte er zwar im Gespräch mit der „Glocke“ nicht, aber inzwischen liege der Umsatz des Unternehmens durchaus über den 50 Millionen Euro, aber „noch unter 100 Millionen“.

Ein regulärer Produkt-Verkauf am Standort Herzebrock, also das Geschäft, bleibt, sagt Miele. Und auch die weiteren Unternehmensteile mit Verwaltung, Lager und Logistik stelle er in keiner Weise infrage. Denn Firmenwachstum sei möglich – auf einem benachbarten Grundstück mit einer Gesamtgröße von rund 33 000 Quadratmeter, das Tennispoint gehört.

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