Polizei lässt für Kinder Puppen tanzen
Bild: Inderlied
Wollen durch ein Puppenspiel die Kinder für Gefahren im Straßenverkehr wappnen: (hinten v. l.) Kita-Leiterin Janine Vollmer, Peter Stockhecke, Autorin Leonie Stockhecke, Ralf Hermes, Frank Nüsser, Landrat Sven-Georg Adenauer, und Karsten Fehring (Leiter Polizeidirektion Gütersloh).
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Am Dienstag feierte das neue Stück „Kleiner Freund in der Stadt ganz groß“ der Verkehrspuppenbühne der Kreispolizei in Rietberg Premiere. Was passiert, wenn der Freund beim Fahrradfahren (ohne Helm) gestürzt ist und ins Krankenhaus muss? Klar, man geht ihn besuchen. Das dachten sich auch der Hund und die Schildkröte. Doch die große Stadt mit den vielen Autos behagte ihnen gar nicht. „Mir ist nicht wohl dabei“, gestand die Schildkröte und verkroch sich in ihren Panzer.

So begann das neue Puppenspiel der Polizei in der Rietberger Kindertageseinrichtung Sabina Katharina. Die Hauptkommissare Peter Stockhecke, Frank Nüsser und Ralf Nüsser setzten dabei mit Charme ein Drehbuch um, das die ehemalige Praktikantin und jetzige Deutsch- und Musikstudentin Leonie Stockhecke geschrieben hatte.

Tiere erklären Regeln

Zusammen erlebten die beiden sprechenden Tiere gefährliche Abenteuer auf dem Weg in die große Stadt, wo ihr Freund im Krankenhaus lag. Kurz vor dem Ziel trafen sie auf den Stadtbaum Hugo, der ihnen die richtige Überquerung von Straßen und die Bedienung von Ampelanlagen erklärte.

Gebannt verfolgten die drei- bis sechsjährigen Kinder das Puppenspiel, lachten viel und lernten das richtige Verhalten im Straßenverkehr ganz nebenbei. Die geschulten Hauptkommissare machten es ihnen einfach, indem sie wichtige Stichworte von den Puppen sprechen und von den Mädchen und Jungen wiederholen ließen. Kernsätze wie „Vor der Bordsteinkante heißt es erst einmal Halt“ hatten die Kinder schnell gelernt. „Zügig gehen, aber nicht laufen“, schärfte Hauptkommissar Stockhecke ihnen zudem ein.

„Diesen Spruch haben die Kinder schnell verinnerlicht“, sagte Kita-Leiterin Janine Vollmer, die den Projekttag als „rundum gelungen“ bezeichnete. In der Rietberger Einrichtung lernen die Kinder schon früh, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen. Regelmäßig unternehmen die Erzieherinnen mit den Mädchen und Jungen Spaziergänge in die Innenstadt – geschützt und besser sichtbar gemacht mit gestifteten Warnwesten.

Die Verkehrspuppenbühne wird an allen 180 Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet eine Projektwoche mit Verkehrserziehung, Einbindung der Eltern sowie dem Puppenstück als Höhepunkt veranstalten.

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