Polizei schreibt offenen Brief an Radler
Gerade zu Christi Himmelfahrt seien viele Radfahrer im Kreis unterwegs, schreibt die Polizei Gütersloh. In einem offenen Brief fordert sie die Radfahrer im Kreis auf, sich an Verkehrsregeln zu halten.

„Wir freuen uns schon auf viele gut gelaunte, radfahrende Grüppchen bei unseren Streifenfahrten durch den Kreis“, heißt es in dem Brief. „Leider wird unsere Freude immer wieder getrübt, da bei diesen Ausflügen häufig die Verkehrsregeln deutlich in den Hintergrund geraten.“

Rote Ampeln würden missachtet. Es werde mittig auf der Straße gefahren oder reichlich Alkohol getrunken Zudem hätten einige laut tönende Musikboxen am Lenker oder in einem Anhänger.

„Tragen Sie bei Ihren Ausflügen einen Helm? Und wenn nicht, warum?“, fragt die Polizei. Sie rate schon seit Jahren dazu. Es sei zwar eine freiwillige Sache. Aber man solle auch an seine Vorbildfunktion für Kinder denken.

Allein in diesem Jahr sind bis Ende April auf den Straßen im Kreis bereits 26 Fahrrad- und Pedelec-Fahrer als schwer verletzt in die Unfall-Statistik eingegangen. Ein weiterer Mensch starb.

Nicht alle diese Fahrradfahrer hätten zuvor einen Fahrfehler gemacht, so die Polizei. Manche hätten sich auch penibel an alle Verkehrsregeln gehalten. Viele schwere Unfallfolgen seien durch umsichtiges und vorausschauendes Fahren vermeidbar.

„Und ja, manchmal wird es eben auch teuer, wenn wir Verkehrsverstöße beobachten und Sie zur Kasse bitten“, heißt es in dem Brief. „Ob wir nichts Besseres zu tun haben, fragen Sie sich? Doch! Aber eben auch das.“

Auf einem Zweirad gebe es keine Knautschzone und keinen Airbag. „Wir möchten, dass sie das Fahrradfahren in der Freizeit und im Alltag genießen können, aber dabei auch sicher fahren! Denken Sie an unsere Worte und an Ihre Lieben“, fordern die Beamten abschließend im Schreiben.

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