Pollhansmarkt muss mehr Geld bringen
Pollhans 2011 wird teurer für die Betreiber von Fahrgeschäften.

Im Oktober werden besonders die Festzeltbetreiber tiefer in die Tasche greifen und ein gutes Fünftel mehr als bisher berappen müssen. Angesichts der Gewinne in diesen Zelten galt das für den Ausschuss für Wirtschaft und Marketing als akzeptabel.

Das Gremium beschloss eine neue Gebührensatzung für Marktstände. Sie gilt für dieses Jahr und umfasst in einigen Bereichen auch Weihnachts- und Wochenmarkt. Danach schaut man weiter.

Bei Pollhans sowie Weihnachts- und Wochenmarkt gab es im Vorjahr ein Minus von knapp 32 000 Euro. Marktmeister Egon Henkenjohann gab einen Überblick über Zahlen und Trends. Der Blick des Ausschusses galt vornehmlich dem Pollhansmarkt, bei dem nach wie vor Einsparpotenziale vermutet werden. Doch welche das sein könnten, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Das traditionelle Feuerwerk will indes niemand abschaffen. Für Wolfgang Wrobel (Grüne) ist es Kultsache: „Einsparungen sind da für mich nicht tragbar.“

SPD-Fraktionschef Jochen Gürtler kann sich vorstellen, dass die Gäste beim Montagsrundgang jeweils 20 Euro für die Bewirtung auf den Tisch legen. Man habe es ja nicht mit armen Leuten zu tun. Für Thorsten Baumgart (FDP) ist wichtig: „Wir sollten Pollhans mittelfristig auskömmlich hinbekommen.“

CDU-Fraktionschef Jürgen Gärtner hat beim Blick ins Zahlenwerk den höchsten Kostenaufwand bei Bauhof und Verwaltung ausgemacht. Auch er möchte das Defizit über den Einnahmebereich senken: „An die Festzelte möchte ich ran.“ An Karussells und andere Kirmesklassiker hingegen nicht: „Pollhans darf für Familien nicht zu einem Luxusartikel werden.“

Christian Hayk (CDU) möchte die Pollhans-Pins stärker in den Fokus rücken und aggressiver auf den Markt werfen, um dem Defizit beizukommen: „Irgendwie müssen wir die Kreativität auf der Einnahmeseite doch erhöhen.“

Einen ganz anderen Ausweg aus der Klemme hatte Helmut Geiß (CDU). Pollhans sei ein Produkt. Da sei es gut, mal über ein eigenständiges Marketingmanagement nachzudenken. Michael Brechmann (CDU) schaute bereits auf den Kirmestrubel des Jahres 2012. Da kann er sich vorstellen, dass die Top-Lagen auf Pollhans teurer werden als B-Lagen. Außerdem könne Merchandising mit Marktartikeln sicher hilfreich sein: „Was für Fußball gut ist, muss für Pollhans auch interessant sein.“

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