Protestzug gegen Einmarsch in Syrien
Bild: Bojak
Kurden, Assyrer und Aramäer sowie Freunde und Unterstützer protestierten am Donnerstagabend mit einem Zug durch die Gütersloher Innenstadt gegen den Einmarsch der türkischen Armee in Syrien.
Bild: Bojak

„Wir wollen zeigen, dass wir das Vorgehen des türkischen Präsidenten aufs Schärfste verurteilen“, sagte Salin Koyun vom Kurdischen Zentrum Bielefeld. In den vergangenen Tagen hatten Kurden, Aramäer, Assyrer, Freunde und Unterstützer bereits in Bielefeld und in Herford gegen das Vorgehen Recep Tayyip Erdogans protestiert. „Morgen haben wir eine Demo in Minden angemeldet. Am Samstag gibt es eine zentrale Kundgebung in Köln“, so Koyun. Er hoffe, dass sich auch die Gütersloher mit den Forderungen der Kurden solidarisierten.

Einsatz für Demokratie und Frieden

Die Veranstaltung in Gütersloh hatte Sabri Barslibo vom Assyrischen Mesopotamienverein organisiert. Die Proteste in Deutschland richteten sich an die europäischen Regierungen, erklärte er. Sie müssten die Waffenlieferungen an die Türkei stoppen. „Wir stellen uns gegen den Diktator. Hoch die internationale Solidarität“, rief Koyun den Aktiven zu. „Wir setzen uns für Demokratie, Frieden und für die Menschenrechte ein.“ „Terrorist Erdogan“, skandierten die Teilnehmer des Demonstrationszugs bereits vor dem Start am Bahnhof. „Keine deutschen Waffen für Erdogans Machenschaften“ oder „Kindermörder Erdogan“ riefen die Teilnehmer des Protests. „Rojava verteidigen heißt, die Frauenrevolution zu verteidigen“ stand auf einem weiteren Plakat.

Hundertschaft begleitet die Demonstranten

Der Zug führte über die Kaiserstraße und die Friedrich-Ebert-Straße bis zur Berliner Straße in die Fußgängerzone. Von dort ging es weiter zu einer Abschlussversammlung auf den Kolbeplatz. Begleitet wurden die Demonstranten von einer Hundertschaft der Polizei. Kräfte aus Bielefeld und Gütersloh waren mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Solange es niemandem einfalle, den Zug aus welchen Gründen auch immer aufzumischen, werde alles friedlich verlaufen, sagte der Einsatzleiter vor Ort. Er habe auch die Proteste in Bielefeld und Herford begleitet. Dort sei alles ruhig und entspannt über die Bühne gegangen. Auch Oliver Ney, Leiter des Bezirks- und Schwerpunktdienstes in Gütersloh, berichtete, die Versammlung in Gütersloh sei ordnungsgemäß angemeldet und verlaufe reibungslos.

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