Quenhorn und der Spekulatius-Duft
Bild: Neitemeier
Meister, Lehrling und Geselle: (v. l.) Martin Buchmann, Christoph Düpjohann und Christian Gatzen produzieren mit Hochdruck blechweise Spekulatien.
Bild: Neitemeier

Die Spekulatien-Produktion in der Bäckerei Buchmann-Wiedenlübbert an der Pixeler Straße in Herzebrock-Clarholz läuft auf Hochtouren. „Dat fluppt“, blickt der Chef zufrieden auf seine eifrige Mannschaft.

Während vorn im Geschäft Brot, Brötchen, Kuchen und Kekse frisch über die Theke gehen, wird in der Backstube mit Hochdruck Teig geknetet, ausgerollt, ausgestochen, auf Bleche gepackt und abgebacken. Und über allem liegt der appetitanregende Duft frischer Backwaren – besonders wenn gerade Nachschub aus dem Ofen kommt.

3,5 Tonnen pro Saison

3,5 Tonnen Spekulatius verlassen zwischen Mitte Oktober und Weihnachten den traditionsreichen Handwerksbetrieb, der weithin zudem für Platenkuchen und Knabbel bekannt ist. „Es gibt keine besseren Spekulatien“, sagt Buchmann selbstbewusst über seine Kekse. Das Familienrezept ist 120 Jahre alt und ein gut gehütetes Geheimnis. Zucker, Mehl, Eier, Butter und Milch sind drin, dazu eine Gewürzmischung, die der Knabbelbäcker nur für sich in einer Mühle herstellen lässt. „Lecker, knackig, passend dick“ – die Qualitätskontrolle mit dem feinen Gaumen stellt den Chef zufrieden.

Martin Buchmanns Betrieb ist einer von rund 35 in der Bäcker-Innung im Kreis Gütersloh. Ein paar wenige Firmen sind nicht angeschlossen. Handarbeit wird großgeschrieben, auch wenn beispielsweise fürs Kneten, Ausrollen und Portionieren des Teigs inzwischen Maschinen genutzt werden. Auch das Ausstechen der Spekulatius-Figuren geschieht am laufenden Band. „Anders geht es nicht“, sagt Buchmann.

Maschinen unterstützen Handwerk

Die Maschinen, die beim Knabbelbäcker im Einsatz sind, haben augenscheinlich schon viele Jahre auf dem Buckel, leisten aber nach wie vor solide, treue Dienste. Ruckzuck werden aus einem größeren Teigklumpen schnuckelige Brötchen-Rohlinge oder Brot-Laibe in der gewünschten Größe. Recht modern sind dagegen die beiden großen Backöfen mit ihrer externen Ölfeuerung. Das Heizen mit Holz ist Geschichte.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der Weihnachtsausgabe der „Glocke“.

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