Querspange zwischen A 2 und Beckumer Straße
Bild: Neitemeier
Von der Autobahnanschlussstelle Herzebrock-Clarholz wird die neue Verbindungsstraße nach St. Vit führen.
Bild: Neitemeier

Nach Exklusiv-Informationen der „Glocke“ hat der Kreis Gütersloh die Zusage der Bezirksregierung Detmold erhalten. Die sogenannte Querspange wird von der Autobahnanschlussstelle Herzebrock-Clarholz zwischen St. Vit und Oelde-Stromberg entlang bis zur Beckumer Straße führen, auf die sie ungefähr in Höhe der Spedition Lohmann stoßen wird. Die Straße wird 3,7 Kilometer lang sein und Kreisstraße (K) 6 neu heißen.

Rentruper Straße wird ausgebaut, danach 2,7 Kilometer Neubau

Der erste Kilometer der K 6 neu verläuft auf der bestehenden Rentruper Straße (K 6). Sie wird ausgebaut. Es schließen sich 2,7 Kilometer Neubau an. Die Straße wird sieben Meter breit und auf ganzer Länge von einem Radweg flankiert sein. Die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen sollen direkt von der K 6 neu erschlossen werden.

Wie der Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt im Kreishaus, Frank Scheffer, im Gespräch mit der „Glocke“ sagte, betragen die Gesamtkosten für den Straßenbau rund 5 Millionen Euro einschließlich des nötigen Grunderwerbs. Von diesem habe der Kreis inzwischen etwa die Hälfte getätigt. Die weiteren Grunderwerbsverhandlungen sollen nun nach der guten Nachricht aus Detmold forciert werden, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) der „Glocke“.

60 Prozent der Baukosten sollen durch Zuschüsse gedeckt werden, über deren Bewilligung die Bezirksregierung im Verlauf des nächsten Jahres entscheiden wird, so erwartet es Frank Scheffer. Den Rest übernähmen der Kreis Gütersloh und die Marburg-Gesellschaft, die aus den Kommunen Oelde, Herzebrock-Clarholz und Rheda-Wiedenbrück besteht, in etwa jeweils zur Hälfte.

5100 Fahrzeuge pro Tag werden erwartet

Beim Kreis rechnet man für das Jahr 2020 mit 5100 Fahrzeugen pro Tag auf der neuen Kreisstraße. Der Lastwagen-Anteil wird etwa 10 Prozent betragen. Für die Beckumer Straße werden 6200 Fahrzeuge, davon 15 Prozent Schwerlastverkehr, vorausgesagt.

Bereits 2008 hatte der Kreis den Planfeststellungsantrag bei der Bezirksregierung Detmold eingereicht. Unter anderem wegen umfangreicher Naturschutzuntersuchungen verzögerte sich die Beschlussfassung.

SOCIAL BOOKMARKS