Ralf Reckmeyer bleibt Chef der Jäger
Bild: Bitter
Vorstandswahlen und Auszeichnungen bei der Kreisjägerschaft Gütersloh: (stehend v. l.) der wiedergewählte Vorsitzende Ralf Reckmeyer, Gerd Meierzuherde, Dr. Volker Janssen, Andreas Struck, der wiedergewählte erste stellvertretende Vorsitzende Ulrich Bultmann und der stellvertretende Vorsitzende Heiner Rolf-Kiel sowie (sitzend v. l.) Klaus Plaumann, Christian Mellwig, die neue Beisitzerin Catharina Karius, Hildegard Freßmann-Sudhoff, Hans-Joachim Pauck und Thomas Heimann.
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Erster Stellvertreter bleibt Ulrich Bultmann. Für den ausscheidenden Beisitzer Hans-Joachim Pauck (Hegering Steinhagen) rückte Catharina Karius (Hegering Halle) in den Vorstand. Im Gedenken an zwölf verstorbene Weidgenossen setzten die Jagdhornbläser unter der Leitung von Rainer Honerlage das Signal „Jagd vorbei“.

Bei der Mitgliederversammlung bei Schlüter in Clarholz betonte Landtagspräsident André Kuper (CDU) die Verbundenheit zur Jägerschaft. Die CDU/FDP-Landesregierung habe das neue Jagdgesetz dem Bundesgesetz angepasst, damit es der Hegeleistung der Jäger gerecht werde. Ihnen gebühre Wertschätzung, denn die nachhaltige Bewirtschaftung der Reviere liege im öffentlichen Interesse, sagte Kuper.

 Landrat Sven-Georg Adenauer versicherte: „Verwaltung und Jägerschaft lassen sich nicht auseinander dividieren.“ Adenauer erwähnte die Afrikanische Schweinepest und merkte an, sie bleibe eine Bedrohung. Die Kenntnisse der Jäger vor Ort seien für den Kreis wichtig. Zu den Gästen aus der Politik zählten auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus, der stellvertretende Rheda-Wiedenbrücker Bürgermeister Norbert Flaskamp (CDU) und der Bürgermeister von Herzebrock-Clarholz, Marco Diethelm (CDU).

CDU soll standhaft bleiben

Ralf Reckmeyer stellte zufrieden fest, die Jagd befinde sich keineswegs auf einem absteigenden Ast. Mit Blick auf das geänderte Landesjagdgesetz hoffte er, dass die CDU standhaft bleibe – egal, wer als Koalitionspartner mitregiere. Der Kreisvorsitzende: „Das Gesetz muss für mehrere Perioden halten.“ Die Zusammenarbeit mit Dr. Wolfgang Schwentker, dem Leiter der Abteilung Ordnung beim Kreis, verlaufe optimal.

Der Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbands, Andreas Leppmann (Rastatt, Baden-Württemberg), bezeichnete die Übungen aller Beteiligten mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest im Kreis Gütersloh als vorbildlich. Ihm missfiel allerdings mit Blick über die Grenzen hinaus das Wolfsmanagement. Leppmanns Kritik: „Das ist ein Pulverfass, das wir nicht mehr unter Kontrolle bekommen.“ Der Wolf müsse zu den jagdbaren Tieren gehören. Sein Bestand sei in Deutschland höher als in den Karpaten. Wenn ein Jäger sein Revier nicht mehr betreten dürfe, komme das einer kalten Enteignung gleich.

Ehrungen und Auszeichnungen des Deutschen und des Landesjagdschutzverbands gab es für verdiente Mitglieder der Kreisjägerschaft Gütersloh. Die Urkunden überreichten bei der Versammlung DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann und Kreisvorsitzender Ralf Reckmeyer.

DJV-Verdienstmedaille in Silber: Hans-Joachim Pauck (Hegering Steinhagen); LJV-Verdienstnadel in Silber: Christian Mellwig (Gütersloh); Jagdhornbläsernadel in Silber: Catharina Karius (Halle); DJV-Verdienstabzeichen in Bronze: Dr. Volker Janssen (Halle) und Klaus Paumann (Reckenberg-Ems); LJV-Verdienstnadel in Bronze: Hildegard Freßmann-Sudhoff (Verl), Heinz Benking und Thomas Heimann (Reckenberg-Wiedenbrück), Gerd Meierzuherde (Herzebrock-Rheda), Helmut Schierl (Rietberg) sowie Andreas Struck (Hegering Werther).

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