Rathaus beklagt beklebte Schilder
Fußballfans, die Arminia Bielefeld mögen, Preußen Münster dagegen nicht (das fällt in der Regel zusammen), haben offenbar Verkehrsschilder in Schloß Holte und Sende mit Aufklebern verunstaltet.

„Diese Aufkleber verunstalten das Stadtbild erheblich und sind nur mit großem Aufwand und Kosten zu entfernen“, heißt es in einer Mitteilung. Anlieger, die das Bekleben der Schilder beobachtet haben, werden um Hinweise geben: Telefon 05207/8905229. Von einer Anzeige habe die Stadtverwaltung bisher abgesehen, sagte Svenja Melle vom Fachbereich Tiefbau der „Glocke“.

Das Bekleben der Schilder sei nicht nur eine Sachbeschädigung, heißt es in der Mitteilung weiter. Vielmehr handele es sich auch um einen möglicherweise folgenschweren Eingriff in die Straßenverkehrsordnung, sobald etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Vorfahrtsregelungen kaum noch zu erkennen seien.

Bei den besagten Aufklebern handelt es sich um solche, die Sympathie für den Bielefelder Fußballverein DSC Arminia erkennen lassen. Auf einem anderen geht es einem Adler an die Gurgel, dem Wappentier der Bielefelder Erzrivalen vom SC Preußen Münster.

Mitte November waren die Mannschaften erstmals seit mehr als 15 Jahren in einem Pflichtspiel aufeinandergetroffen. Es steht zu vermuten, dass die Aufkleber rund um dieses Westfalenderby auf den Schildern gelandet sind.

Das Spiel hatte auf beiden Seiten die Emotionen hochschlagen lassen. Grundsätzlich gehören Aufkleber zum Repertoire sogenannter Ultras. Das sind zumeist junge, zumeist heißspornige Fußballfans, die damit ihr Revier und das des von ihnen unterstützten Vereins markieren.

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