Regierungspräsidentin auf Informationsbesuch
Bild: Schäfer
Bei der Arbeiterwohlfahrt in Gütersloh informierte sich Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl über Projekte zur Integration.
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Seit einigen Wochen sind sie Ansprechpartner für Zuwanderer. Beispielsweise für einen 31-Jährigen aus Sri Lanka. „Der wird seinen Weg machen. Der hat Biss“, ist Dorothea Woydack sicher. Und staunt angesichts des Lebenswegs des Tamilen über die Energie, der er an den Tag legt, um wirklich ganz in Deutschland anzukommen. Doch auch das Engagement der Paten sorgt für Anerkennung: Mit Marianne Thomann-Stahl (FDP) ist die Regierungspräsidentin in das Awo-Haus an der Hohenzollernstraße gekommen. „Unser Haus ist sehr beschäftigt mit Fragen der Unterbringung“, blickte sie auf ihre Behörde. Jetzt aber gehe es darum zu erfahren, wie Integration im zivilgesellschaftlichen Bereich funktioniere, insbesondere mit Blick auf die sprachliche Förderung. „Ich möchte gern wissen, wie das gemacht wird“, stellte sie heraus, hörte zu und hakte nach. Einen Überblick über das breite und vielschichtige Förderspektrum der Awo auf allen Ebenen gab Iris Wolter, bei der Wohlfahrtseinrichtung zuständig für die Fachdienste Migration und Integration.

Projekt mit Pilotcharakter

Sie rückte unter anderem das noch junge Gütersloher Projekt (mit Pilotcharakter) der Sprach- und Kulturpaten in den Blick, das vor den Sommerferien aufgenommen wurde. Beim ersten Treffen seien elf interessierte Bürger dabei gewesen. Eine zweite Zusammenkunft mit Flüchtlingen folgte, eine nächste wird zum Ende der Sommerferien stattfinden. Was genau die Patenschaft beinhaltet, erzählte unter anderem Dorothea Woydack. „Wir haben uns inzwischen drei Mal getroffen und viel über den Hintergrund des Tamilen gelernt“, berichtet sie von Erfahrungen und Begegnungen, die auch ihr Leben bereichern. „Wichtig ist die Vertrauensebene und Offenheit auf beiden Seiten“, sagte Doris Baggeröhr von der Awo-Integrationsagentur. Sie weiß ebenso wie Iris Wolter von vielen Flüchtlingen, die Paten suchen und hofft auf weitere Interessenten, die sich an die Fachdienste wenden können, Tel. 05241/28062. „Für die Menschen ist es wichtig, Kontakt in die deutsche Gesellschaft zu bekommen und die isolierten Situationen zu verlassen“, verwies Gabriele Stillger von der Awo-Freiwilligenakademie – Marianne Thomann-Stahl ist dort im Vorstand des Fördervereins – auf die Abstimmung der professionellen und freiwilligen Angebote.

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