Regionalbusse mit Verspätung unterwegs
Bild: Neitemeier
Zwischen Verl und Gütersloh stecken Busse oft im Stau fest.
Bild: Neitemeier

Das geht aus einem erstmals erstellten Qualitätsbericht für die Buslinien hervor, die in der Verantwortung des Kreises liegen. Der Stadtverkehr Gütersloh ist ausgenommen. Mit der Analyse wird sich der Verkehrsausschuss des Kreises am Donnerstag, 26. Mai (15 Uhr, Kreisbauhof, Holunderstraße 31, Rheda-Wiedenbrück), im Detail beschäftigen.

Seit Ende 2009 nehmen Qualitätstester kreisweit den öffentlichen Busverkehr stichprobenartig unter die Lupe. Ihre Erkenntnisse sollen helfen, den Nahverkehr zu verbessern, indem bestimmte Standards und Veränderungen vertraglich mit den Busunternehmen vereinbart werden. Pünktlichkeit ist dabei ganz wesentlich für die Zuverlässigkeit und die Akzeptanz des Busangebots.

Fahrzeuge sind größtenteils sauber

Und da gibt es nach dem vorliegenden Bericht deutlichen Verbesserungsbedarf. Die Tester kritisieren zudem nicht ausreichende Informationen der Fahrgäste im Bus (kaum Anzeigen oder Ansagen von Haltestellen) sowie fehlende Rampen und Fahrscheinentwerter in manchen Fahrzeugen. Größtenteils in Ordnung seien dagegen die von außen lesbaren Streckenhinweise. Grundsätzlich positiv bewerten die Tester die Sauberkeit der Busse. Scheiben und Fußböden dürften manchmal aber reiner sein.

Zeitpuffer einbauen

Bei den Linien im Norden des Kreises ist die durchschnittliche Verspätung mit 2,6 Minuten am größten. In jenem Gebiet erreichen zudem sogar 14 Prozent aller Fahrten mindestens fünf Minuten nach der fahrplanmäßigen Ankunft ihr Ziel. Eine Zeitspanne, die in hohem Maße Anschlussverbindungen gefährdet. „Es besteht wesentlicher Verbesserungsbedarf“, heißt es in dem Bericht. Eine Empfehlung: bei Fahrplanänderungen größere Zeitpuffer einbauen.

Von Verspätungen besonders betroffen sind die Verbindungen zwischen Halle und Werther sowie zwischen Halle und Gütersloh. Auch der Abschnitt Verl – Gütersloh ist ein Sorgenkind. Grund dafür sei das hohe Verkehrsaufkommen auf der Landesstraße 757. Die Busse hätten keine Möglichkeiten, an Staus vorbeizufahren. Ein Thema, das die Politik schon seit langem beschäftigt.

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