Reparatur der A-2-Brücke „lohnt nicht“
Bild: Neitemeier
Nach Einschätzung von Fachleuten sollte die Autobahnbrücke nahe der Raststätte Gütersloh in absehbarer Zeit erneuert werden.
Bild: Neitemeier

Das ist das Ergebnis einer statischen Untersuchung, über die Josef Rakel, der Leiter der Abteilung Tiefbau beim Kreis, jetzt die Mitglieder des Verkehrs- und Straßenausschusses informiert hat. Zwar liegt dem Kreis der schriftliche Bericht des in Abstimmung mit dem Autobahnamt Hamm eingesetzten Prüfers noch nicht vor, vorab wurde die Verwaltung aber bereits über die Quintessenz informiert.

Das Ergebnis kommt nicht unerwartet. Schließlich hatte der Kreis Gütersloh nicht erst, wie berichtet, im Sommer bei der Freigabe der neuen Brockstraße in Lintel auf den schlechten Zustand der Autobahnbrücke verwiesen. Eine akute Gefahr besteht allerdings nicht.

Radwegelücke schließen

„Gesamtwirtschaftlich scheint der Bau einer neuen Brücke am sinnvollsten zu sein“, sagte Rakel im Ausschuss. Auf diese Weise könnte auch eine gefährliche Lücke im Radwegenetz geschlossen werden. Weil separate Fahrspuren jeweils am Fuß der Überführung enden, müssen Fahrradfahrer die enge und angesichts der Kuppe eher unübersichtliche Brücke nutzen. Einen Radweg seitlich an das jetzige Bauwerk anzuflanschen, geht laut Rakel „wohl auch nicht“.

Rund 1,8 Millionen Euro würde eine neue Brücke nach Schätzungen der Kreisverwaltung kosten. Finanziell wäre der Kreis mit im Boot. Über seinen Kostenanteil müsse man zu gegebener Zeit noch mit dem Bund verhandeln. Rakel: „In ein oder zwei Jahren muss eine Entscheidung über den Neubau fallen.“

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