Resolution gegen Nationalpark Senne
CDU und FDP wollen mit ihrer Mehrheit im Kreistag eine Resolution gegen einen Nationalpark Senne verabschieden.

Nachdem das Thema bereits Ende Januar im Umweltausschuss intensiv diskutiert worden war, prallten die unterschiedlichen und offensichtlich auch ideologisch bedingten Auffassungen am Montag erneut im Kreisausschuss aufeinander. Die Christdemokraten und die Liberalen sehen Fauna und Flora am besten in einem weiter militärisch genutzten Naturpark geschützt und lehnen die Nationalpark-Pläne des Landes „aus ökologischen und ökonomischen Gründen“ gleichermaßen ab. Schließlich sei die Landschaft dort nicht immer so gewesen, sondern habe sich erst durch die Bewirtschaftung und Nutzung so entwickelt, sagte CDU-Sprecher Dr. Heinrich Josef Sökeland.

SPD, Grüne und die Freien Wähler sehen das anders. Sie setzen auf den höherwertigen Nationalpark. Die von CDU und FDP vorgelegte Resolution sei zum jetzigen Zeitpunkt „verfrüht und überzogen“, sagte Ursula Ecks (SPD). Helga Lange (Grüne) forderte weitere Informationen und Analysen. Sie sei überzeugt, „dass wie viele Bürger auch die meisten Kreistagsmitglieder den Unterschied zwischen Natur- und Nationalpark nicht erklären können“. Der Nationalpark sei eine Riesenchance für die Region und ein Alleinstellungsmerkmal, das sich auch touristisch auszahlen werde.

„Größte Bedenken“ gegen die Resolution gab auch Johannes Sieweke (Freie Wähler) zu Protokoll. Man könne nicht den Schutz von Regenwäldern auf anderen Kontinenten fordern und selbst die eigenen Möglichkeiten des Naturschutzes nicht nutzen. Sieweke: „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Alternative einfach ausschließen.“

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