Rettungsdienst wird aufgerüstet
Bild: Neitemeier
Der Rettungsdienst des Kreises Gütersloh soll durch weitere Fahrzeuge und zusätzliche Rettungsassistenten verbessert werden.
Bild: Neitemeier

Schließlich geht es darum, eine optimale Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Entsprechend mehr Rettungsmittel sieht daher der Entwurf des neuen Rettungsbedarfsplans vor, der am  Mittwoch, 25. September, erstmals im Gesundheitsausschuss des Kreises (15 Uhr, Kreishaus Gütersloh) beraten wird.

Mehr Personal und mehr Fahrzeuge

Grundlage ist eine Analyse der Firma Orgakom, die aktuelle Einsatzzahlen des Kreis-Rettungsdienstes (Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück haben eigene Systeme) unter die Lupe genommen hat. Allen Empfehlungen des Gutachters sollte nach Ansicht der Kreisverwaltung nicht gefolgt werden. So sollen nur die Rettungswachen Rietberg und Versmold tagsüber einen zweiten Rettungswagen einsatzbereit vorhalten, Verl dagegen nicht.

Orgakom hatte auch für die Ölbachstadt ein zusätzliches Fahrzeug empfohlen. Die Krankenkassen wollten da nicht mitspielen. Die Kreisverwaltung hält einen Verzicht auf einen weiteren RTW tagsüber in Verl wegen der zentralen Lage der Stadt zwischen den Rettungswachen Gütersloh, Rietberg und Schloß Holte-Stukenbrock zunächst für vertretbar.

Einsatzzahlen sind deutlich gestiegen

Handeln beim Rettungsdienst des Kreises tut Not, weil die Rettungswagen im Jahr 2012 nur in 92,2 Prozent aller Notfälle innerhalb der angestrebten Hilfsfrist von zwölf Minuten am Einsatzort waren. 95 Prozent sollten es mindestens sein, so der Gutachter. Hauptgrund des Mankos sind stark gestiegene Einsatzzahlen.

Stimmt die Politik dem Rettungsplanentwurf zu, ist künftig an allen acht Standorten des Kreis-Rettungsdiensts mindestens ein RTW rund um die Uhr einsatzbereit. In Gütersloh, Halle und Rheda-Wiedenbrück sind es zwei. Tagsüber kommen in Gütersloh noch zwei weitere RTW und an allen übrigen Standorten außer Verl ein weiterer Wagen hinzu. Die Vorhaltung für die Notfallrettung steigt damit um rund 11, die für den Krankentransport um 42 Prozent. Auch die Notarztversorgung wird um 15 Stunden pro Woche im Kreis ausgeweitet.

Rettungswagen in Amshausen

Zwei neue RTW müssen angeschafft und neun zusätzliche Stellen für Rettungsassistenten geschaffen werden. Die Mehrausgaben sollen nicht zu einer Erhöhung der Gebühren führen, sondern aus der 1,5 Millionen Euro umfassenden Ausgleichsrücklage finanziert werden.

Das gilt auch für vorgesehene Baumaßnahmen: In Versmold ist die Errichtung einer neuen Rettungswache geplant (850 000 Euro), in Steinhagen-Amshausen soll als Außenstelle der Wache Halle ein RTW tagsüber stationiert werden. Zunächst ist an ein Provisorium gedacht. Ist die Autobahn 33 fertig, sollen endgültige Überlegungen angestellt werden. In Harsewinkel wird die Rettungswache an die Oesterweger Straße verlegt. Der Kreis will das von der Stadt errichtete Gebäude anmieten.

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