Rock-Legenden lassen es krachen
Bild: Darhoven
Die Zeiten mögen sich gewandelt haben, bei Alice Cooper scheinen sie stehengeblieben zu sein. Der 66-jährige US-amerikanische Rockmusiker war bei Rock meets Classic am Samstag im Gerry-Weber-Stadion in Halle der Star des Abends.
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Mit druckvollem Rock und progressiven Balladen haben diese und weitere Weltstars am Samstag im Gerry-Weber-Stadion in Halle ein herausragendes Rockkonzert abgeliefert. Mit dazu beigetragen haben auch das erstklassige Bohemian Symphony Orchestra aus Prag und die Sängerinnen des Backgroundchors.

4000 Gäste im Gerry-Weber-Stadion

Mehr als 4000 Besucher erlebten mit der fünften Auflage von Rock meets Classic eine starke Reminiszenz an die 60er- bis 80er-Jahre im klassisch-symphonischem Gewand. Eine beeindruckende Symbiose aus Lederjacke und Lackschuh, Rock und Klassik, bereichert durch perfekte Pyro- und Lichttechnik.

Es waren nicht nur die Älteren, die dem Ruf der Legenden folgten, um noch einmal in rebellischen Jugenderinnerungen zu schwelgen, sondern auch jüngere Besucher wollten die treibenden Stücke und hammerstarken Balladen der persönlichkeitsstarken Rock-Ikonen hören. Zusammen haben Alice Cooper, Uriah Heep, Joe Lynn Turner, Midge Ure und Kim Wilde Millionen Platten verkauft und mit ihren Welterfolgen Kultstatus erreicht. Sie haben Jugendgenerationen mit Hits wie „Lady in Black“, „Kids in America“, „I Surrender“ und „Dancing with Tears in my Eyes“ geprägt.

Perfektes Miteinander mit dem Orchester

Auch wenn sie am Samstag ihre Auftritte sichtlich entspannt, aber deswegen nicht minder versiert und kraftvoll meisterten, so stellten sie eindeutig klar, dass sie auch mit ergrauten Mähnen, breiten Nietengürteln und fehlendem Haupthaar noch immer uneingeschränkt zur Eliterocker-Riege gezählt werden müssen. Das Miteinander mit den Musikern des Bohemian Symphony Orchestras, die sichtlich ihren Spaß hatten, bedeutete Gänsehaut pur.

Alice Cooper als Star des Abends

Das machte zu Beginn des dreistündigen Abends gleich die New-Wave-Ikone James Midgre Ure deutlich. Elegant gekleidet, eröffnete der 60-jährige Gitarrist den Abend mit einigen Hammerhits. Kein Halten gab es bei „Dancing with Tears in my Eyes“. Ob Joe Lynn Turner, Kim Wilde, Mick Box und Bernie Shaw – sie alle rockten die Arena. Der Star des Abends war schließlich Rockdino Alice Cooper.

Beim Finale versammelten sich alle Stars auf der Bühne, um mit Feuerzauber und ausgeflippten Fans ein furioses Ende zu feiern. An diesen Abend wird man sich noch gern und lange erinnern.

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