Rotarier: 1000 Taschen für Flüchtlinge
Bild: Fortmeier
In der Flüchtlingszeltstadt in Schloß Holte-Stukenbrock haben Mitglieder des Rotary-Clubs Gütersloh-Verl die ersten 400 von 1000 gespendeten Taschen übergeben: (v. l.) Michael Mersch, Club-Präsident Hubert Erichlandwehr, Burkhard Marcinkowski, Einrichtungsleiter Frieder Ender, Marga Weger, Dr. Bernhard Hillen und Christoph Wisniewski.
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„Die Taschen können die Flüchtlinge sicher gut gebrauchen“, sagte Hubert Erichlandwehr, als er eine blaue Kulturtasche von der Verpackung befreit. Am Donnerstagnachmittag war der Bürgermeister von Schloß Holte-Stukenbrock in seiner Eigenschaft als Präsident des 2007 gegründeten Rotary-Clubs Gütersloh-Verl mit Vorstandskollegen und weiteren Mitgliedern in die Zeltstadt gekommen, um persönlich das erste Drittel der 1000-Taschen-Spende persönlich zu überreichen.

Viele Größen und unterschiedliche Farben

Im Vorfeld hatte sich Erichlandwehr bei Ender erkundigt, was den Flüchtlingen am meisten fehlt. „Taschen für die Weiterreise“, lautete die Antwort. Die Rotarier reagierten schnell. Dank der guten Kontakte eines Mitglieds zum gerade aufgelösten Bertelsmann Buchclub kamen so allein 500 unterschiedlich große und farbige Taschen zusammen, die einst als Werbegeschenke vorgesehen waren. Die weiteren Taschen, darunter auch viele Rucksäcke, hat der 32 Mitglieder zählende Rotary-Club bei einem Verler Hersteller für Taschen in Auftrag gegeben und bezogen. Sie werden bei Bedarf angeliefert. Das nötigte Geld, in der Gesamtsumme rund 3000 Euro, stammt aus dem Verkauf von Büchern und Glühwein beim Verler Adventsmarkt und beim Volksfest Verler Leben.

Herrenbekleidung und Schuhe gefragt

„Zumeist kommen die Flüchtlinge mit wenigen Habseligkeiten zu uns, untergebracht in einer Tragetasche. Wenn sie dann mit zusätzlicher Kleidung von uns ausgestattet worden sind und weiterreisen, konnten wir ihnen bislang meistens nur blaue Säcke anbieten“, sagte Ender bei der Spendenübergabe. Deshalb sei man den Rotariern sehr dankbar für die Taschen, die vom Team der Kleiderkammer an die Flüchtlinge verteilen würden.

„Unser Konzept in der Kleiderkammer funktioniert inzwischen hervorragend“, sagt Shannon Brächtker, die Leiterin der Kleiderkammer. Aktuell benötige man aber insbesondere Herrenbekleidung in den Größen S und M und Herrenschuhe in den Größen 39 bis 43. Die Sachen könnten direkt in der Zeltstadt abgegeben werden. Auch Fahrräder seien zur Förderung der Mobilität der Flüchtlinge nach wie vor willkommen.

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