Rotlicht-Sorgen in Stukenbrock-Senne
Städtebaulich gelungen: der Senner Ortskern mit der St.-Achatius-Kirche (hinten links) und dem ehemaligen Forellkrug. Der Kreuzungsbereich ist kürzlich fertiggestellt worden.

Eine neue Pflasterung, die Informationstafel für Wanderer und Spaziergänger, das Gelände des Polizeisportvereins ganz in der Nähe und nur wenige Schritte sind es bis zur Ems-Erlebniswelt. Das sind die Vorzüge. Zudem sind am Lippstädter Weg in den vergangenen Monaten etliche Einfamilienhäuser hinzugekommen.

Eigentlich könnte so alles zum Besten bestellt sein, wären da nicht die offenen Fragen um die Zukunft der ehemaligen Gaststätte Forellkrug. Die künftige Nutzung des Gebäudes ist derzeit eins der herausragenden Gesprächsthemen im südöstlichen Zipfel der Stadt. Die Gerüchteküche brodelt. Das reichte nun bis in den Stadtrat hinein.

Dort sorgte sich Ludwig Stall (CDU) um das ehemalige Vereinsdomizil der Achatius-Schützen, die dort regelmäßig ihre Jahreshauptversammlungen abgehalten hatten. Er hatte vernommen, in dem leerstehenden Gasthaus könnte sich ein Betrieb aus dem Rotlichtmilieu ansiedeln: „Es wäre traurig, wenn so etwas käme.“ Andere Mutmaßungen gehen dahin, das Gebäude mit dem Saal könnte zu einer Autowerkstatt umgebaut werden. Wünschenswert sei hingegen ein weiterer Gasthausbetrieb, sagte Ludwig Stall.

Im Rathaus hat aber noch niemand wegen einer künftigen Nutzung vorgesprochen. Bauamtsleiter Martin Venne: „Da liegt nichts vor.“ Gerhard Blumenthal (FDP) ist es jedoch wichtig, nicht erwünschten Entwicklungen von vornherein einen Riegel vorzuschieben. Aus seiner Sicht ähnelt die offene Situation in Stukenbrock-Senne der in Liemke, wo es unter den Bürgern viel Kritik am Bau einer Werkstatt in unmittelbarer Nähe von Kirche und Dorfplatz gegeben habe.

Davor will Blumenthal den Südosten der Stadt bewahren: „Wir sollten etwas unternehmen, damit dort nicht so etwas wie in Liemke passiert.“ In Stukenbrock-Senne handelt es sich um ein allgemeines Wohngebiet. Zugelassen ist nur nicht störendes Gewerbe.

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