SPD-Empfang mit buntem Themenmix
Bild: Bitter
Politische Plauderei der SPD-Bürgermeisterkandidaten zum Auftakt des SPD-Frühlingsempfangs am Sonntag im Gütersloher Flussbett-Hotel: (v. l.) Dirk Speckmann (Borgholzhausen), der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Hans Feuß (Harsewinkel), Peter Heethey (Verl) und Matthias Trepper (Gütersloh).
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Daran nahmen auch Vertreter anderer Parteien und politisch engagierter Verbände teil. Dirk Speckmann, der in Borgholzhausen Nachfolger des parteilosen Bürgermeisters Klemens Keller werden möchte, will im Konsens die beste Lösung finden. Als Betriebswirt habe er viel Erfahrung mit Finanzen und Personal gewonnen, sagte er.

Plausch mit Bürgermeisterkandidaten

Für Rechtsanwalt Peter Heethey ist es endlich an der Zeit, dass „ein Sozialdemokrat die Stadt Verl voranbringt“. Er möchte in der wirtschaftsstarken Kommune etwas mehr für das Empfinden der Menschen tun. Der Kandidat fordert ein öffentliches Jugendzentrum, ein Hallenbad und ein kulturelles Bürgerzentrum. Heethey: „Vor allem brauchen wir in Verl ein anderes Klima im Umgang miteinander.“

Von A wie Arbeit bis Z wie Zuhören sieht Matthias Trepper in Gütersloh seine Aufgabe. Er verweist auf 13 Jahre Erfahrung im Stadtrat. Sie hätten ihn gelehrt, was den Bürgern auf den Nägeln brenne. Die Kreisstadt hat aus Treppers Sicht keine Nöte, aber Herausforderungen. Dazu zähle der Abzug der britischen Streitkräfte, mit denen auch „Millionen Euro an Kaufkraft abfließen“.

Feuß verteidigt Solidarabgabe

Der SPD-Kreisvorsitzende Hans Feuß beklagte, dass seine Partei im Bund in den Umfragen bei 25 Prozent dümpele, obwohl sie alles umgesetzt habe, was im Wahlkampf versprochen worden sei. Die CDU dagegen rangiere bei 40 Prozent. Der SPD-Politiker fragte sich, ob es nicht besser sei, mit anderen Koalitionen zu arbeiten als der kleinere Partner der CDU zu sein.

Feuß fand es nicht gut, dass zwei Drittel der SPD-Bundestagsabgeordneten über die Liste ins Parlament gekommen seien, während alle 99 SPD-Landtagsmitglieder in NRW direkt gewählt wurden. Er hielt die Solidarabgabe an arme Städte und Gemeinden für richtig – „aus einem Kreis Gütersloh, dem es gut geht“. Weiter stellte Feuß heraus, dass die Schulsozialarbeit für drei Jahre durch das Land mit 48 Millionen Euro gesichert sei. Inklusion will der Landtagsabgeordnete nicht auf Schule begrenzen. Alle in der Gesellschaft müssten Barrieren wegräumen, damit Menschen mit einer Behinderung mittendrin und nicht nur dabei seien, forderte Feuß.

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