SPD will weiter sichtbar Flagge zeigen
Eintrag ins Goldene Buch: Guntram Schneider (2. v. l.) mit (v. l.) der SPD-Europaabgeordneten Birgit Sippel, SPD-Kreischef Hans Feuß, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Burkhard Blienert, der mit Stimmen aus Schloß Holte-Stukenbrock in den Bundestag gewählt werden möchte, Marion Herzog und Jochen Gürtler.

Selbstbewusstsein sei gefragt. „Wir müssen optimistisch und selbstbewusst in die Auseinandersetzung gehen. Wir können es schaffen, wenn wir nur wollen“, sagte Schneider, der sich auch ins Goldene Buch der Stadt eintrug.

Im katholisch-ländlich geprägten Schloß Holte-Stukenbrock einen Ortsverein zu gründen, auch das habe vor 100 Jahren ganz sicher „ein besonderes Maß an Überzeugungs- und Durchsetzungswillen erfordert“, sagte Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU). Trotz der parallel laufenden Schützenfest-Feierlichkeiten in Liemke war er am Samstagabend zum Jubiläum der Genossen gekommen.

Der SPD-Kreisvorsitzende Hans Feuß fand es „saugut, dass der Bürgermeister nicht im Schützengrün aufgetreten ist, sondern sich die rote Krawatte umgebunden hat.“ Tatsächlich bestimmte die SPD-Farbe Rot das Bild in der Aula des Gymnasiums, in die knapp 100 Gäste gekommen waren. Deutlich weniger als von den Genossen erhofft.

Sicherlich gelte Schloß Holte-Stukenbrock nicht gerade als sozialdemokratische Keimzelle, sagte Hans Feuß. „Aber ihr habt Flagge gezeigt“, lobte er die ehemaligen und heutigen Aktiven der Partei. Feuß hatte Zahlen von Rats-, Landes- und Bundestagswahlen der vergangenen Jahre mitgebracht. „Am geringsten war die Differenz bei den Landtagswahlen 2012.“ Gelegen habe das an den „drei Ps“: Partei, Programm und der Person von Hannelore Kraft. Wichtig sei: „Die SPD muss sich abgrenzen.“

Hubert Erichlandwehr betonte, sein Grußwort komme von Herzen. Er verdeutlichte, dass es in der Kommunalpolitik darum gehe, sich für das Wohl der Menschen einzusetzen. Dies hätten die SPD-Vertreter stets mit viel Überzeugung getan. Auch ohne Mehrheit sei für jede Idee intensiv gekämpft und geworben worden“. Auch wenn die Verwirklichung manchmal viele Jahre gedauert habe: „Die SPD ist trotzdem am Ball geblieben. Das kann man nur, wenn man von seinem Einsatz überzeugt ist.“

Jochen Gürtler ließ die wechselvolle Geschichte des Ortsvereins, der aus dem Umfeld der Holter Hütte entstand, Revue passieren. Der Fraktionsvorsitzende erinnerte an die wichtigen Personen, an den Namen Emsborn, den die SPD statt Schloß Holte-Stukenbrock favorisiert hatte, oder den Kampf gegen die dritte Autobahnauffahrt.

SOCIAL BOOKMARKS