Safaripark-Besucherin gerät in Mechanik
In diesem Fahrgeschäft ereignete sich am Samstag der Unfall.

Trotz eines sofort eingeleiteten Notstopps habe die Frau schwere Verletzungen davongetragen. Nach Angaben des Safariparks handelt es sich um Beinverletzungen.

Die Frau wurde nach einer notärztlichen Behandlung an Ort und Stelle in ein Paderborner Krankenhaus gebracht. Der genaue Hergang des Unfalls steht laut Polizei noch nicht fest. Die Ermittlungen dauerten an.

Der Safaripark reagierte mit einer Pressemitteilung auf den Unfall. Danach gehörte die Frau zu einer Gruppe der „Kassler Werkstatt“, die sich mit etwa 250 Menschen am Samstag auf dem Gelände befand. Diese Einrichtung komme mit körperlich und geistig behinderten Menschen seit Jahren in den Freizeitpark.

Bei dem „Crocodile Ride“ handele es sich um ein Wasser-Rundfahrgeschäft. Die 50-Jährige, nach Aussage der Gruppenleitung eine geistig beeinträchtigte Frau, habe gegen 13.40 Uhr eine Gondel betreten.

Laut Safaripark hat sich ein Mitarbeiter „wie immer davon überzeugt, dass alle Gäste sicher in ihren ,Krokodilen‘ untergebracht waren.“ Er habe dann den Hupton ausgelöst, der den Beginn der Fahrt ankündige, und den Startknopf gedrückt. Der Mann betreue das Karussell seit mehreren Jahren, hebt der Park hervor.

Nach der Darstellung des Mitarbeiters wollte die Frau, nachdem das Fahrgeschäft bereits eine Runde gedreht hatte, aussteigen. Er habe sofort den Notausknopf betätigt. Auch nach dem Notaus stoppt das Fahrgeschäft nicht sofort, wie der Safaripark erläutert. Die Stromzufuhr werde unterbrochen, das Fahrgeschäft laufe langsam aus.

Die 50-Jährige sei zwischen die Fahrgastgondel (Krokodil) und den Rand der inneren Plattform geraten. Sie „soll ins Wasser und offenbar in die Mechanik des Fahrgeschäfts geraten sein“, schreibt der Park weiter.

Unmittelbar nach dem Unfall sei Alarm ausgelöst worden. Ausgebildete Ersthelfer hätten die Frau geborgen, Erste Hilfe geleistet und sie dem herbeigeeilten Notarzt übergeben.

„Geschäftsleitung und Mitarbeiter des Safariparks waren nach Umfall sehr betroffen“, heißt es abschließend in der Mitteilung. Das Fahrgeschäft sei zunächst stillgelegt worden.

Der „Crocodile Ride“ sei seit zehn Jahren in Betrieb. Das Familien-Fahrgeschäft habe allen technischen Sicherheitsanforderungen entsprochen. Erst Anfang April sei es turnusmäßig vom Tüv geprüft und abgenommen worden.

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