Samstag bleibt der Pollhans-Problemtag
Als am Montagabend zum Abschluss von Pollhans die farbenfrohen Feuerwerkskörper in den Schloß Holter Himmel stiegen, war für die Polizei die meiste Arbeit erledigt. Wieder einmal hatte sie an den drei Tagen mehr zu tun, als ihr lieb war.

Wie in den Jahren zuvor sei ein größeres Aufgebot an Polizeikräften erforderlich gewesen, um das Fest adäquat betreuen zu können. „Gleichwohl ereignete sich auch diesmal eine Vielzahl an Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, bei denen die Polizeibeamten einschreiten mussten.“

Im Einzelnen sieht die Bilanz der drei Kirmes- und Jahrmarkttage wie folgt aus: Es wurden 6 Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und 13 Anzeigen wegen einfacher Körperverletzungen gefertigt. Außerdem kam es zu drei Anzeigen wegen Beleidigungen von Polizeibeamten. Sechs randalierende und unter Alkoholeinfluss stehende Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Zwei Standbetreiber auf dem Pollhansgelände wurden wegen Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Als Grund nennt die Polizei das Nichteinhalten von Auflagen.

Weiterhin wurden zehn Anzeigen wegen diverser Diebstahlsfälle aufgenommen, darunter fünf Diebstähle von Fahrrädern. Sechs Anzeigen wurden wegen verschiedener Sachbeschädigungen erstattet. Eine Urkundenfälschung wurde von einem Jugendlichen begangen, der seinen Ausweis gefälscht hatte, um in ein Festzelt zu gelangen.

Die eingesetzten Polizeibeamten sprachen zudem zahlreiche Platzverweise aus, „um weitere Schlägereien und Rangeleien im Vorfeld zu unterbinden“, wie es in der Bilanz heißt. Im Straßenverkehr kam es am frühen Montagmorgen zu einem schwerwiegenden Verkehrsunfall auf der Tenge-Rietberg-Straße, als eine 19-jährige Besucherin von einem Auto erfasst und getötet wurde.

Abgesehen von diesem tragischen Unfall kommt die Polizei zu dem Ergebnis, dass es für sie ein typischer Pollhansmarkt war. „Wie bislang in fast jedem Jahr war der Samstag sehr einsatzintensiv. Am Sonntag wurde es insgesamt etwas ruhiger, und am Montag hatten die eingesetzten Polizeikräfte wieder mehr zu tun, jedoch nicht so viel wie am Samstag.“

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