Schüler stellen Weichen für Beruf
Bild: Bitter
Höhere Handelsschule am Reinhard-Mohn-Berufskolleg in Gütersloh und heimische Wirtschaft Hand in Hand: (v. l.) die stellvertretende Bildungsgangleiterin Anne Nocon, Ernst-Hermann Bedey (Bertelsmann), Bildungsgangleiterin Karin Schnitker, Ann-Helen Schramm, Niklas Versmold (Claas), Kirstin Stülb (Volksbank Bielefeld-Gütersloh), Anja Claas (Claas), Klaus Stelte (Miele), Reinhold Voßhans (Güth & Wolf) und Oberstudiendirektor Michael Kintrup.
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Am Ende ihrer Schulzeit sollen alle Schüler über eine abgesicherte Berufsorientierung beziehungsweise eine realistische Anschlussperspektive an Ausbildung, Studium oder Erwerbsleben verfügen.

Auf dieser Grundlage können die Absolventen dann eigenverantwortlich begründete Entscheidungen über die zukünftige Lebensplanung treffen. Unter dem Motto „Fit für die Ausbildung“ unterzogen sich am Donnerstag die neun Klassen der Unterstufe an der zweijährigen Höheren Berufsfachschule (Höhere Handelsschule) einem Bewerbertraining. Den Bildungsgang leiten Studiendirektorin Karin Schnitker und Oberstudienrätin Anne Nocon. Als Frauen und Männer der Praxis, was die konkrete Ausbildung in Unternehmen betrifft, stellten sich zur Verfügung: Ernst-Hermann Bedey (Zentrale Bildung Bertelsmann), Anja Claas (Claas Selbstfahrende Erntemaschinen), Reinhold Voßhans (Band- und Gurtweberei Güth & Wolf), Klaus Stelte (Miele) sowie Kirstin Stülb (Volksbank Bielefeld-Gütersloh).

 Aktuell werden in der Unterstufe der Höheren Handelsschule 217 Jugendliche unterrichtet sowie in der Oberstufe 141. Eingangsvoraussetzungen sind Realschule, Hauptschulabschluss nach Klasse 10 B, Versetzung in die Klasse 10 eines Gymnasiums oder Abschluss der Gesamtschule nach der 10 B. Wer die Höhere Handelsschule besucht, sollte gern mit Menschen arbeiten, den Umgang mit Zahlen und die Arbeit am Computer mögen, knifflige Probleme bevorzugen und vor allem Spaß am Lernen haben.

Praktikum weist Weg

Angestrebt werden die Ziele: Berufliche Kenntnisse im Bereich Wirtschaft und Verwaltung als Vorbereitung auf eine anspruchsvolle Berufsausbildung beziehungsweise das Erreichen der schulischen Fachhochschulreife als Voraussetzung für bestimmte Berufe oder ein Studium. Dazu ist eine 24-wöchiges Praktikum erforderlich. In der Klasse 11 steht eine 14-tägiges Praktikum an.

98 Prozent der 217 Schüler schafften es in diesem Jahr eigenständig, einen Platz zu finden. Im Praktikum geht es darum, Theorie und Praxis zu vernetzen oder den Aufbau einer betrieblichen Organisation sowie Arbeits- und Geschäftsprozesse der Unternehmen zu erleben. Analyse, Planung und Umsetzung sind gefragt bei der Abwicklung eines Gesamtprodukts oder -auftrags.

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