Sehr viel Eiche, aber keine Buche
Bild: Bitter
Vor einer mächtigen A-Eiche: (v. l.) Forstdirektor Ulrich Lammert, Herbert Linnemann (Stadtforst Bielefeld), Erhard Oehle aus Herzebrock (Forstbetriebsbezirk Bielefeld) und Siegfried Wiesbrock (Waldbauernverband, Bezirk Bielefeld).
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„Keiner weiß bis jetzt, was der Konkurrent macht“, erläutert Erhard Oehle vom Forstbetriebsbezirk Bielefeld mit Büro in Herzebrock. Es dominiert in diesem Jahr die Eiche mit 478,5 Festmetern in Einzelstämmen und 360,15 Festmetern, die im Los zu kaufen sind. Das macht zusammen 78 Prozent der Masse aus.

Spitzenqualität bringt 500 Euro pro Festmeter

Lammert verdeutlicht, dass von 150 000 Festmetern Holz, die das Regionalforstamt im Jahr verkaufe, nur 0,5 Prozent auf dem von der Detmolder Straße aus zugänglichen Platz zu sehen seien. Die sehr guten Stücke und Raritäten rückt Paul Hambrink aus Ummeln ins rechte Käuferlicht der Schneidebetriebe und Furnierschäler. Für das Auge des Forstwirts hat das auch etwas mit Ästhetik zu tun.

350 bis 360 Euro pro Festmeter müsse die Eiche heute schon bringen, sagte er. Für A-Eiche, die in Ubbedissen zu besichtigen ist, seien 500 Euro pro Festmeter ein angemessenes Gebot, ergänzt der Forstdirektor. Die gebündelten Elitestämme kommen aus Privat- und Kommunalwald in den Kreisen Gütersloh, Herford, Minden-Lübbecke und Lippe sowie in der Stadt Bielefeld. Das Regionalforstamt OWL betreut 70 000 Hektar Waldfläche von 15 000 Besitzern in 41 Zusammenschlüssen.

17 Holzarten im Angebot

Für Wolf von Dallwitz, der über eigene Eichen- und Buchenmischbestände rund um das Gut Eckendorf in Leopoldshöhe verfügt, ist Ubbedissen der klassische Marktplatz. „Jeder kleine Waldbesitzer kann nicht für sich ein paar Stämme verkaufen. Er verlässt sich bei der Auswahl auf das Urteil des Försters“, schildert er der „Glocke“.

 Buche fehlt diesmal, da nicht im Trend der Holzverarbeiter, aber Roteiche mit 25,5 und Esche mit 25,4 Festmetern sind in bemerkenswerter Menge vorhanden, ebenso wie Bergahorn mit 13,2 und die Douglasie mit 13,9 Festmetern. Zu den Raritäten zählen Edelkastanie, Eibe, Elsbeere, Erle, Hemlocktanne, Vogelkirsche, Lärche, Lebens- und Nussbaum, Platane, Spitzahorn und Wildobst.

Platz hat eine gute Lage

Submissionen des Regionalfortsamts gibt es seit 40 Jahren. Bis 1989 fanden sie im Steinbruch von Borgholzhausen statt. Dort wurde es zu eng. Der neue Wertholzlagerplatz zeichne sich durch eine vorteilhafte Infrastruktur aus: gut einsehbar und in Nähe der Autobahn. Bisher sei noch kein Stamm verschwunden, berichtet Erhard Oehle.

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