„So einen Hengst züchtest du nur einmal“
Bild: Hartwig
Viel bejubelter Star der Westfalenkörung war ein eleganter Rappe des Rietberger Hobbyzüchters Helmut Gieseker (rechts neben dem Hengst). Das Tier wurde anschließend für 620 000 Euro an das Privatgestüt Bonhomme in Brandenburg verkauft.
Bild: Hartwig

Für den Hobbyzüchter Helmut Gieseker aus Rietberg wurde ein Märchen wahr. Bei den dressurbetonten Hengsten holte er mit einem Sohn des Niederländers Don Juan de Hus den Siegertitel und kassierte bei der anschließenden Versteigerung 620 000 Euro für den eleganten Rappen.

Großer Erfolg für den Rietberger Helmut Gieseker

Der Rietberger Helmut Gieseker betreibt seine Pferdezucht als echtes Hobby. „Pferde hat es bei uns auf dem Hof zwar schon immer gegeben, aber mit der Zucht habe ich erst vor etwa 25 Jahren aus Spaß an der Sache angefangen“, sagt der gelernte Elektrotechniker, der sich in seiner Freizeit noch etwas landwirtschaftlich betätigt. Am 25. März 2013 brachte seine einzige Stute Shakira K ein Fohlen zur Welt, von dem der 45-Jährige nach eigenen Angaben sofort wusste: „Das ist er. So einen Hengst züchtest du nur einmal im Leben.“

620 000 Euro für eleganten Rappen

Natürlich sind Pferdezüchter von ihren Fohlen – nicht anders als Väter und Mütter – von ihrem Nachwuchs überzeugt. Müssen sie auch sein. Aber der kleine Rappe, dessen Vater der bekannte niederländische Hengst Don Juan de Hus ist und dessen Mutter von Stehdinger – Rohdiamant abstammt, sorgte schon vier Monate nach seiner Geburt beim Deutschen Fohlenchampionat in Lienen als bester Westfale und Zehnter in der Gesamtwertung für Aufsehen.

Das ging bis jetzt so weiter. Denn in Münster wurde der nun zweieinhalbjährige Hengst vor gut 2500 Zuschauern nicht nur gekört, sondern am Mittwoch auch zum Sieger gekürt. „Wir sind immer noch ganz aus dem Häuschen“, so Gieseker zur „Glocke“. „Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich einen Hengst bei der Körung und dann wird er auch noch Sieger. Aber zugetraut habe ich ihm das schon immer.“

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 28. November.

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