Sommerkonzert der Kreismusikschule
Bild: Kreyer
Früh übt sich, was ein Meister werden will: die „jungen Kolophoniker“ beim Sommerkonzert der Kreismusikschule im Theater Gütersloh.
Bild: Kreyer

Kein Programm gleicht dem des Vorjahres und Überraschungen gibt es genug. Am vergangenen Sonntag gingen „Die jungen Kolophoniker“ (Leitung Pia Krussig) mit vier ausgewählten Stücken als Erste forsch an den Start und erfreuten besonders mit dem „Chinese Festival“. Sehr gut vorbereitet nach einem Workshop zeigte sich das Blockflötenensemble unter Rüdiger Sperling von seiner besten Seite und beeindruckte mit einem quirligen „Good News“ aus Johannes Bornemanns „Tanz der Vögel“. Auch die Königsstreicher, dirigiert von Sortirios Zisopoulos, haben zugelegt, was sie ganz gut mit einem „Menuett“ von Mozarts bewiesen.

 Begleitet von dickem Applaus verließen die „11 Philharmonischen Cellisten“ (Leitung Barbara Raffel-Westermann) strahlend die Bühne. In fünf Tage fliegen sie nach Brasilien zum 19. Cellisten-Treffen. Mit im Gepäck werden sie auch „Manha de Carnaval“ aus Orfe Negro haben, bei dem Musikschulleiter Michael Corßen so phantastisch melancholisch im Solo versank. Und schon blitzten die Hörner auf der Bühne auf und ein fein intonierendes Ensemble (Leitung Jörg Schultheiß) verzückte mit Auszügen aus „The Pirates Of The Caribbean“.

 Jede Menge weitere Musikwünsche erfüllten die Jungbläsergruppe, das Jungbläserensemble und die Mitglieder von Junior Brass Gütersloh. Da ließ es sich der Leiter Eckhard Vincke nicht nehmen und widmete den elf Cellisten „Brazil“, wippte dabei beschwingt von einem Bein aufs andere und entlockte seinen Bläsern einen blitzesaubern Klang.

Den ersten, großartigen Eindruck vom Musical „Mäuschen Natascha geht auf die Reise“ von Anna Unruh und Gudrun Elpert-Resch präsentierten in fantasievollen Szenen die singenden „Rohdiamanten“ und die Akteure der Musical-Werkstatt, die von „Verlharmonikern“ instrumental begleitet wurden. Im nächsten Sommer gibt es die Aufführung im Theater zu sehen. Recht überschaubar war das Publikum auf der Studiobühne beim zweiten Teil des Konzerts. Dabei gab es auch hier genug Interessantes zu hören, wie die „Accodioni Classico“ (Leitung Kirsten Samuel), die erneut zeigten, wie gut Franz Schuberts „Deutsche Tänze“ auf dem Akkordeon klingen können. Überzeugend auch das mutige Duo Steffen und Alice (12) an der Flöte und Marvin (14) am Klavier mit Wilhelm Popps „Kleines Flötenkonzert op. 438“.

Den krönenden Abschluss des Konzertreigens boten die Gütersloher Philharmoniker unter der Leitung von Michael Corßen. Dabei erwies sich die erst 16-jährige Nami Laura Moritz, die jetzt als Jungstudentin an der Musikhochschule in Detmold beginnt, als Ausnahmentalent. Mehr dazu lesen Sie in der „Glocke“ vom 4. Juli.

SOCIAL BOOKMARKS