Sorge vor dritter Infektionswelle wächst
Zwar sinkt im Kreis Gütersloh die Zahl der registrierten Coronainfektionen. Allerdings steigt der Anteil der Mutation merklich.

Sie brachte die den Kreisausschuss am Montag auf den neuesten Stand – und verhehlte dabei nicht ihre Sorge vor einer dritten Welle. Die mutierten und hoch ansteckenden Versionen des Coronavirus aus Südafrika und Großbritannien sind der Grund.

Mutationen machen knapp 20 Prozent des Infektionsgeschehens aus

Sie machten mittlerweile knapp 20 Prozent des Infektionsgeschehens aus. Dr. Bunte gab eine kommunenscharfe Übersicht der Verbreitung der Varianten (Stand: 22. Februar). Dabei ist die Kreisstadt Gütersloh führend mit zwölf Fällen der südafrikanischen und zehn Fällen der britischen Mutation. In Verl sind gar 15 Fälle der britischen, jedoch kein Fall der südafrikanischen Variante registriert. Von den Mutationen bislang verschont worden sind Werther und Langenberg.

Dr. Bunte erwähnte außerdem, dass 20- bis 40-Jährige den Großteil der Infizierten darstellten. Und es stürben weiterhin Menschen an oder mit Covid-19 – im Verlauf des Montags seien drei weitere Tote registriert worden. Das Infektionsgeschehen sei bunt und dynamisch – was auch damit zu tun habe, dass der Kreis Gütersloh ein wirtschaftsstarker Kreis mit einer hohen Mobilität sei. Daher passiere es häufiger, dass die Inzidenz die 50er-Marke hin und wieder überschreite.

Häufigste Ansteckungen gibt es im privaten Bereich

Die häufigsten Ansteckungen erfolgten im privat-häuslichen Bereich. 30 Prozent in der Statistik nehmen Fälle ein, bei denen die Infektionsquelle unklar ist. Wirkungen zeigen laut Dr. Bunte die Coronaschutzimpfungen: So seien Infektionen in stationären Pflegeeinrichtungen rückgängig. Und in Kürze solle auch in Einrichtungen der Eingliederungshilfe geimpft werden.

Dr. Bunte: „Jeder von uns ist ein Multiplikator“

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Weike merkte im Anschuss an, dass sie nicht den Eindruck habe, dass die Bevölkerung gut über geltende Coronaschutzmaßnahmen informiert sei. Dies sei während des ersten Lockdowns besser gewesen. Dr. Bunte bestätigte diese Auffassung: „Die Aha-Regeln – Abstand halten, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Desinfektion der Hände – sind ein Stück Gewohnheit geworden. Doch am vergangenen Wochenende bei gutem Wetter haben sich viele Menschen nicht daran gehalten. Daher muss klar sein: Jeder von uns ist ein Multiplikator und kann an die Regeln erinnern.“ Da sich die Bestimmungen schnell änderten, sei das Internetportal des Landes NRW maßgebend für aktuelle Informationen.

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