Sozial-Oscar für Lazarus Networks
Bild: Dresmann
Freuen sich über die Vergabe des Sozial-Oscars 2018/2019: (v. l.) Judith Schmitz (Leiterin der Abteilung Soziales des Kreises Gütersloh), der Vorsitzende der Gütersloher Stiftung für psychisch Kranke und geistig Behinderte, Dr. Ulrich Kemper, Schirmherrin Karin Miele und Roman-Bendix Lazarus, Geschäftsführer der ausgezeichneten Firma Lazarus Networks.
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Jetzt freut sich die Gütersloher Firma Lazarus Networks über den Preis. Am Donnerstag erhielt Geschäftsführer Roman-Bendix Lazarus aus den Händen von Schirmherrin Karin Miele den mit 5000 Euro dotierten Preis. Im vorangegangenen Pressegespräch lobte der Vorsitzende der Gütersloher Stiftung für psychisch Kranke und geistig Behinderte, Dr. Ulrich Kemper, die erst seit drei Jahren bestehende Firma für Software-Entwicklung und Webdesign für ihre außergewöhnlich hohe Quote an Menschen, die Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen gemacht haben.

Nach Angaben von Lazarus-Vertriebsleiterin Thekla Mowat-Raabe waren oder sind fünf der insgesamt zwölf Mitarbeiter von einer solchen Erkrankung betroffen. Dazu kommen zahlreiche Praktikanten mit psychischem Handicap. Alleine sechs von ihnen erhielten im vergangenen Jahr die Chance, in ein Unternehmen des ersten Arbeitsmarkts hinein zu schnuppern.

Für Geschäftsführer Roman-Bendix Lazarus ist es selbstverständlich, psychisch kranken Menschen zurück in die Arbeitswelt zu helfen. „Ich habe früher viel mit der LWL-Klink in Münster zusammengearbeitet und dort viele tollen Menschen kennengelernt“, sagte der Firmenchef und betonte, dass andere Unternehmer mutig sein sollten, geistig behinderte Menschen und psychisch Erkrankte in die Firma zu holen. „Wir suchen für jeden Mitarbeiter eine individuelle Lösung. Manche arbeiten in Teilzeit, manche haben verschiedene Aufgaben im Unternehmen, sodass sie trotz Erkrankung ein reguläres Arbeitsverhältnis haben können“, erklärte Firmengründer Lazarus.

Lob für die nachhaltige berufliche Integration bekommt die Firma mit Sitz an der Carl-Bertelsmann-Straße auch von Sozial-Oscar-Schirmherrin Karin Miele. Sie betonte den strukturierenden Charakter von Arbeit und die Möglichkeit des Aufbaus von sozialen Kontakten am Arbeitsplatz. „Das geht in Betrieben des ersten Arbeitsmarkts oft besser, als wenn man nur unter seines gleichen ist“, sagt Miele in Richtung der Lazarus-Geschäftsführung, die den Preis mit Freude und etwas Stolz entgegen nahm.

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