St. Johannes Baptist erhält ein Gitter
Die offenen Tage sind bald Geschichte: Ein Gitter unterhalb der Orgelbühne wird in St. Johannes Baptist nach dem Ende der Renovierungsarbeiten den Kirchenraum vom Eingangsbereich abtrennen.

Dazu muss die Kirche nach Pfingsten (27./28. Mai) geschlossen werden, wie Pfarrer Karl-Josef Auris mitteilt. Der Seelsorger geht davon aus, dass das Gotteshaus im Advent in neuem Glanz erstrahlt und wieder genutzt werden kann.

Auf die Stukenbrocker kommt allerdings eine einschneidende Neuerung zu: Im Zuge der Renovierung erhält die Kirche unterhalb der Orgelbühne ein Gitter, das den Haupteingangsbereich vom Rest des Innenraums abtrennt. Künftig wird im Alltag der Großteil der Pfarrkirche nicht mehr öffentlich zugänglich sein.

„Das ist schade, aber aufgrund der Vorschriften des Erzbischöflichen Generalvikariats nicht zu ändern“, sagt Pfarrer Auris. Ziel sei es, die Kirche vor Vandalismus zu schützen und die Versicherungskosten in Grenzen zu halten.

„Die Möglichkeit zum Gebet bleibt erhalten“, betont der Seelsorger. Vor dem Gitter, im tagsüber ständig zugänglichen Bereich, werde es eine Kniebank am Marienbild, Kerzen zum Anzünden, den Schriftenstand und ein Weihwasserbecken geben. Das Gitter werde eine Spezialanfertigung, die künstlerisch zur Barockkirche passe, sagt Karl-Josef Auris. „Es soll offen wirken, auch wenn es zu ist. Wir wollen keinen Gefängnischarakter.“

In der Schloß Holter Ursula-Kirche gibt es ein solches Gitter bereits. Auch in St. Achatius in Senne ist der Zutritt alltags beschränkt. Damit sind nur noch St. Joseph und St. Heinrich komplett offen. Sie würden aber im Fall einer Innenrenovierung ebenfalls ein Gitter erhalten, erläutert Auris.

In den Bänken und Figuren in der Johannes-Kirche steckt der Holzwurm. Ihm soll bei der Renovierung der Garaus gemacht werden. Zur Bekämpfung des Schädlings wird die hölzerne Ausstattung der Barockkirche durch eine Spezialkammer geschleust, die vor dem Gotteshaus postiert wird, wie Pfarrer Auris erläutert. Verbessert werden soll ferner die Beleuchtung. Die Lampen der Stukenbrocker Pfarrkirche werden erneuert, damit den Kirchgängern das Lesen leichter fällt.

Die Kosten für die Arbeiten in der Johannes-Kirche beziffert Pfarrer Auris auf rund 400 000 Euro. Davon muss die Gemeinde 30 Prozent tragen. Der Rest kommt aus Paderborn. Die im vergangenen Jahr abgeschlossene Außensanierung hatte knapp 700 000 Euro verschlungen. Von Pfingsten bis zum Advent will die Gemeinde ihre Gottesdienste in der Aula der Grundschule feiern.

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