Stadtwelten und Innenansichten
Bild: Pieper
Barbara Völkner stellt ab Sonntag, 20. Oktober, in der Gütersloher Kreisgeschäftsstelle der CDU ihre „Stadtwelten: Venedig – New York“ vor.
Bild: Pieper

Wie unprätentiös, aber überzeugend das gelingen kann, zeigt die in Halle ansässige Malerin Barbara Völkner in ihren Bildern. Ab Sonntag sind ihre „Stadtwelten: Venedig – New York“ beim CDU-Kreisverband im Gütersloher Konrad-Adenauer-Haus, Moltkestraße 56, (bis 21. Februar) zu sehen. Zur Vernissage um 11 Uhr gibt die stellvertretende Landrätin Elke Hardieck eine Einführung.

Es sind keine Postkartenidyllen, die da ausgestellt sind, sondern überwiegend großformatige Bilder von Metropolen mit besonderem Flair. Auf grober Leinwand, Schicht um Schicht, überträgt Barbara Völkner Erlebtes in Malerei. „Es ist kein stumpfes Abarbeiten von Erinnerungen, keine Eins-zu-eins-Übertragung von Urlaubsfotos, sondern ein Eintauchen in einen ganz bestimmten emotionalen Moment“, erklärt die gebürtige Baden-Württembergerin. Ihr gemaltes Manhattan verwandelt das Wolkenkratzer-Meer in abstrahierte, gen Himmel wachsende Flächen, während das Wall-Street-Schild von loderndem Rot umgeben ist. „Die Occupy-Bewegung demonstrierte dort gegen soziale Ungerechtigkeit. Ich wusste: Da brennt was“, erklärt sie.

Die in Halle lebende Malerin Barbara Völkner, Jahrgang 1951, stammt aus Lörrach. Sie studierte Lehramt und Kirchenmusik in Heidelberg. Sie ist Mutter von fünf Söhnen und an der Seite ihres Mannes, Pastor Friedrich-Karl Völkner, in der Gemeindearbeit aktiv. Seit 1990 malt und zeichnet sie und bildet sich kontinuierlich weiter.
 Einen Hauch von Tristesse offenbaren ihre in gedeckten Farben gehaltenen Venedig-Ansichten: Typisches wie Gondoliere, Grachten und morbide Palazzi sind zu sehen. Dass Völkner, die seit langem bei dem Maler und Grafiker Stephan Geisler, Dozent der Universität Dortmund und der Kunstakademie Bad Reichenhall, studiert, auch ihr zeichnerisches Handwerk beherrscht, verraten einige Venedig-Skizzen.

Und damit nicht genug: „Mein drittes Standbein sind die Lebenskarten“, verrät die 62-Jährige.

Die Ausstellung „Stadtwelten“ ist montags bis freitags – auch während der Herbstferien aber mit Ausnahme der Weihnachtsferien – von 9 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.
Deren Konzept basiert auf Anregungen der renommierten Traumaforscherin Professor Dr. Luise Reddemann. Völkner gestaltete Hunderte von Kartenmotiven mit Lebensweisheiten und positiven Glaubenssätzen. Sie werden mit großen Erfolg in therapeutischen Praxen eingesetzt. Und das nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch in der Schweiz und in England.

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