Starke Stimme der Senioren erwünscht
Der Seniorenbeirat ist zusammengetreten: (v. l.) Dietrich Schulz, Ratsherr Reinhard Tölke, Ingeborg Mersch, Ulrike Wolter, Ernst Daudel, Sonja Haßenewert, Manfred Scholz, Giesela Hörster, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr und Ehrenfried Scholz.

Da bei der ersten Sitzung des neu geschaffenen Gremiums nur acht der neun im Frühsommer gewählten Mitglieder anwesend waren, kam es zu einem Patt. Denn sowohl in offener Abstimmung als auch in geheimer Wahl entfielen auf die beiden Bewerberinnen jeweils vier Stimmen.

Die Wahl der Vorsitzenden und der beiden Stellvertreter wurde danach auf die zweite Zusammenkunft verschoben. Die Stimme von Willy Lütgert ist dann ausschlaggebend. Er fehlte bei der konstituierenden Sitzung entschuldigt.

Außer den drei genannten gehören Ingeborg Mersch, Ehrenfried Scholz, Ernst Daudel, Sonja Haßenewert, Manfred Herzog und Dietrich Schulz dem Beirat an. Ehrenfried Scholz, der ebenfalls für den Vorsitz vorgeschlagen worden war, kandidierte nicht mit Verweis darauf, dass er schon Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt sei.

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU) nannte die Sitzung am Dienstag im Rathaus „historisch“, weil es sich um den ersten Seniorenbeirat überhaupt in Schloß Holte-Stukenbrock handele. Die Zusammensetzung – vier Frauen, fünf Männer – bezeichnete es als eine „gute Mischung“.

Der Bürgermeister verpflichtete die Beiratsmitglieder zur gesetzmäßigen und gewissenhaften Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Aus der Stadtverwaltung ist dem Gremium Anja Martin als Ansprechpartnerin zugeordnet. Es verfügt über ein Jahresbudget im niedrigen vierstelligen Bereich, das aus der Stadtkasse zur Verfügung gestellt wird.

Der Bürgermeister forderte den Beirat auf, „eine starke Stimme für die Senioren in der Stadt“ zu werden. Der Beirat sei in der Wahl seiner Handlungsfelder völlig frei. Er könne eigene Beschlüsse in die Tat umsetzen und Themen an den Stadtrat und dessen Ausschüsse weiterleiten. Denkbar sei, dass der Seniorenbeirat einen festen Sitz in einem oder zwei Ausschüssen erhalte, genauso wie das Jugendparlament.

Ernst Daudel regte an, dem Seniorenbeirat im Rathaus feste Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und sprach bereits von einem Seniorenbüro. Anja Martin erläuterte, dass der Beirat zweimal im Jahr öffentlich tagen müsse. Auch sei er verpflichtet, einmal im Jahr an den Stadtrat über seine Tätigkeit zu berichten.

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