Starker Auftakt für „Weite wirkt“-Festival
Bild: Steinecke
Popstar Adel Tawil hat am Freitagabend mit seinem Konzert 5600 Besucher im Gerry-Weber-Stadion in Halle begeistert. Bis Sonntag bietet das „Weite wirkt“-Festival dort ein vielfältiges Programm. 
Bild: Steinecke

Sie reiste dann aber nach Rom, wo Papst Franziskus den Aachener Karlspreis erhielt. Machte nichts. Familienministerin Christina Kampmann vertrat ihre Chefin würdig und beeindruckte mit ihrer Ansprache.

Rund 2000 Besucher kamen zur Eröffnungsveranstaltung ins Stadion, einige hundert weitere hielten sich draußen an Info- und Essensständen auf. Der erste von drei Veranstaltungstagen – insgesamt hofft die Kirche auf 25 000 Besucher – stand unter dem Oberthema Flüchtlinge, das nicht nur die Redebeiträge dominierte. Im Publikum saßen mehrheitlich ehrenamtliche Flüchtlingshelfer aus der Region.

Eine 33 Mann starke Delegation war aus Verl nach Halle gekommen: Die Stadtverwaltung hatte ihnen die Eintrittskarten für das abendliche Konzert von Adel Tawil spendiert. „Ich freue mich drauf“, sagte Silke Brinkord. Die 47-jährige Verlerin ist Patin für eine syrische Familie mit fünf Kindern und einen jungen Kongolesen.

Präses Kurschus dankt Flüchtlingshelfern

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, bat alle Ehrenamtlichen aufzustehen und dankte ihnen: „Sie haben dafür gesorgt, dass in den Städten und Gemeinden angekommen ist, dass sich der Unmenschlichkeit etwas entgegensetzen lässt.“ Sie begrüßte zahlreiche Ehrengäste aus aller Welt, darunter den Generalsekretär des Weltkirchenrats, Olav Fykse Tveit.

„Beispielloses Engagement aus christlicher Nächstenliebe“

Ministerin Christina Kampmann zeigte sich bei ihrem Heimspiel – sie kommt aus Bielefeld – beeindruckt von der Kulisse und der „tollen Musik“ von Judy Bailey und Band. Sehr persönlich legte sie dar, wie nahe ihr der massenhafte Tod von Menschen auf der Flucht gehe: „Es erschüttert mich zutiefst, wie viele Menschen auf dem Meer leiden und sterben.“ Und doch gebe es Hoffnung, sagte sie an die vielen Flüchtlingshelfer gerichtet: „So viele tun jeden Tag das, was jeder von uns tun sollte. Das ist ein beispielloses Engagement, das oft aus christlicher Nächstenliebe heraus entsteht.“ Für ihre Rede erhielt sie tosenden Applaus.

Bildgalerie

SOCIAL BOOKMARKS