Starker Kreis lässt Steuern sprudeln
Bild: Neitemeier
Dank der enormen Wirtschaftskraft des Kreises melden die Finanzämter Gütersloh und Wiedenbrück erneut einen Einnahmerekord: (v. l.) Corinna Adden (stellvertretende Vorsteherin im Finanzamt Wiedenbrück), Geschäftsstellenleiter Olaf Gieras (Wiedenbrück), Heidrun Banse (stellvertretende Leiterin im Finanzamt Gütersloh) und Wiedenbrücks Amtsvorsteher Christian Schwarzer.
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Sie nahmen damit stärker zu als in Ostwestfalen-Lippe (plus 7,67) und im Land (plus 6,22). Kreisweit ist das Steueraufkommen seit 2006 um 48 Prozent gestiegen.

Finanzämter nehmen 2,37 Milliarden Euro ein

Diese Zahlen belegen nach Angaben von Christian Schwarzer, dem Vorsteher des Finanzamts Wiedenbrück, zum wiederholten Mal die enorme Wirtschaftskraft des Kreises Gütersloh sowie die erfolgreiche Arbeit der Unternehmen und ihrer Beschäftigten. „Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit“, erklärte Schwarzer am Freitag bei der gemeinsamen Pressekonferenz der heimischen Finanzämter mit Verweis auf das Mehr an Beschäftigung, auf höhere Löhne und auf stark gestiegene Unternehmensgewinne. 22 Prozent aller in der Region eingenommenen Steuern gehen auf das Konto des Kreises Gütersloh.

Als Haupteinnahmequelle hat die Lohnsteuer erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Marke überschritten. Die 1,06 Milliarden Euro machen bedeutsame 45 Prozent des Gesamtaufkommens aus, was Schwarzer darauf zurückführt, dass „viele große Arbeitgeber hier im Kreis ihren Sitz haben“.

56 Prozent Zuwachs bei Körperschaftssteuer

Die Lohnsteuer-Zuwachsrate von 6,47 Prozent fällt gegenüber dem ins Auge stechenden Plus von 56,78 Prozent bei der Körperschaftsteuer deutlich ab. „Die insgesamt 160 Millionen Euro an Einnahmen deuten auf Erfolge der großen Unternehmen hin“, erklärt Schwarzer mit der gebotenen Vorsicht. Zudem hätten sich einige Sondereffekte ausgewirkt.

Letzteres gilt wohl auch für die Einkommensteuer: Während diese Gewinnsteuer für Gewerbetreibende in der Region nämlich um 16,39 Prozent auf 1,34 Milliarden zulegte, sank sie im Kreis Gütersloh um 0,68 Prozent auf 316 Millionen Euro. „Das hat keine wirtschaftlichen Gründe und ist kein Beleg für irgendwelche Schwierigkeiten, sondern einigen firmenrechtlichen Veränderungen geschuldet“, erklärte Schwarzer am Freitag.

691 Millionen Euro Umsatzsteuer

Weiter gestiegen sind dagegen die Aufkommen der Umsatzsteuer (plus 5,41 Prozent, 691 Millionen Euro) und der auf einem angehobenen Abgabensatz und der boomenden Bauwirtschaft fußenden Grunderwerbssteuer (plus 20,47 Prozent, 39 Millionen Euro). Die übrigen Steuern und Nebenabgaben summierten sich in den Finanzämtern auf 103 Millionen Euro auf (plus 23,85 Prozent).

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 12. März.

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