Startschuss für Halles Entlastung
Bild: Scheffler
Freigabe: (v. l.) die drei Bürgermeisterinnen Marion Weike, Maria Unger und Anne Rodenbrock-Wesselmann sowie Minister Michael Groschek und Landrat Sven-Georg Adenauer vollzogen auf der Entlastungsstraße in Künsebeck den Schnitt.
Bild: Scheffler

Minuten später brummten bereits etliche Schwertransporter über den Schnatweg und die Haller Südumgehung. Kurz zuvor waren NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD), Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU), die Bürgermeisterinnen Anne Rodenbrock-Besselmann (Halle, SPD), Maria Unger (Gütersloh, SPD), Marion Weike (Werther, SPD) und der Vorstandsvorsitzende der Gerry Weber AG. Gerhard Weber, bei freundlichem Sonnenschein zur Tat geschritten und hatten das Absperrband durchschnitten. Damit wurde eine zentraler Maßnahme des Luftreinhalteplans Halle umgesetzt.

Etwa 150 Offizielle aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie etwa 50 Haller Bürger hatten sich am Festzelt an der Straße Ravenna-Park eingefunden und wurden von der Dixieland-Kapelle“Brass Buffet“ aus Melle unterhalten. Hin und wieder bahnte sich ein Lastwagen an den plaudernden Gruppen vorbei den Weg. „Wir konnten den Arbeitern, die unser Logistikzentrum errichten, ja schlecht heute freigeben“, sagte Gerry-Weber-Chef Weber in seiner typischen Art. Ein wenig melancholisch war dem 73-Jährigen, einem der maßgeblichen Antreiber des A 33-Lückenschlusses und Hauptinvestoren im Ravenna-Park, gestern schon zumute, denn es handelte sich um seinen letzten offiziellen Arbeitstag als Vorstandsvorsitzender des Mode-Unternehmens.

Perspektive tausend Arbeitsplätze

 Michael Groschek sprach in seiner Rede Klartext: „Wir haben Sie über Jahre schmählich im Stich gelassen und viel zu spät angefangen, die Schüppe in die Hand zu nehmen, um die Haller Bürger zu entlasten“, sagte der Minister. „Dafür Entschuldigung.“ Er versprach, dass die Arbeiten am Lückenschluss der A 33 zügig fertiggestellt würden. „Dann bin ich noch im Amt.“

Dankesworte an den Kreis Gütersloh, an Andreas Meyer von Straßen NRW und an alle Beteiligten der Stadt Halle richtete Anne Rodenbrock-Wesselmann. „Tausend Arbeitsplätze sind die Perspektive“, sagte die Bürgermeisterin zum interkommunalen Gewerbegebiet. Ihre Gütersloher Kollegin Maria Unger ergänzte: „14 Monate nach dem Verkaufsstart ist das Areal fast ausverkauft.“ Rund eine Million Euro investiert der Kreis in die Künsebecker Straßenbauprojekte. „Unser Anteil ist zwar der kleinste“, so Landrat Sven-Georg Adenauer. „Aber für die Verkehrssicherheit haben wir viel erreicht.“

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