Steuerplus das zehnte Jahr in Folge
Bild: Scheffler
Gewöhnt an steigende Einnahmen: (v. l.) Annalena Torweihe-François (stellvertretende Vorsteherin des Finanzamts Wiedenbrück), Markus Berger (Vorsteher des Finanzamts Wiedenbrück), Stephan Spies (Leiter des Finanzamts Gütersloh) und Heidrun Banse (stellvertretende Leiterin des Finanzamts Gütersloh).
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Stephan Spies wies darauf hin, dass 2018 im heimischen Kreis 6800 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse geschlossen worden seien. Und weil auch die Löhne gestiegen seien und es eine gute Gewinnsituation für Betriebe gegeben habe, sprudelten die Steuereinnahmen in fast allen Bereichen. Die Entwicklung lag deutlich über dem Trend der Finanzämter der Region Ostwestfalen (plus 0,76 Prozent) und etwas über dem Trend des Landes Nordrhein-Westfalen (plus 4,05 Prozent). „Damit haben wir in zehn Jahren eine Steigerung von 30 Prozent geschafft“, resümierte Spies.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber trugen gleichermaßen zur erfreulichen Steuerentwicklung bei. „Der Kreis Gütersloh bleibt einer der wirtschaftsstärksten in NRW“, betonten Stephan Spies und sein Kollege Markus Berger, Chef des Wiedenbrücker Finanzamts. Die allgemein gute Konjunktur in Deutschland habe die Entwicklung selbstverständlich unterstützt.

Auffällig die besondere Steigerung der Körperschaftssteuer um 27,4 Prozent und der Rückgang der Einkommensteuer um 9,43 Prozent. „Für dieses Minus haben wir keine Erklärung gefunden“, sagte Spies bei der  Bilanzvorstellung am Freitag. Die stellvertretende Vorsteherin des Gütersloher Finanzamts, Heidrun Banse, hatte gute Nachrichten zu verkünden. Für die Einkommensteuererklärung 2018 verlängert sich die gesetzliche Abgabefrist um zwei Monate, also auf den 31. Juli 2019. Wirkt ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein bei der Erstellung der Erklärung mit, bleibt sogar bis zum 2. März 2020 Zeit. Allerdings gebe es keinen Spielraum für Verspätungszuschläge mehr, so Banse. Wer seine Erklärung nicht spätestens 14 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs einreiche, würde für jeden verspäteten Monat mit 0,25 Prozent der Nachzahlung belastet.

Ausdrücklich betrieben die Verantwortlichen Werbung für die Steuererklärung „Elster“ via Internet. „Elektronisch ist für alle am besten“, wies Markus Berger darauf hin, dass beide Behörden jedes Jahr mit etwa 40 000 Erklärungen auf Papier belastet würden. „Und das muss erst mal eingetippt oder gescannt werden.“ 2018 hätten 53 Prozent aller Arbeitnehmer und 83 Prozent aller Betriebe die Daten bereits elektronisch abgegeben.

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